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Die Kirche der Unbefleckten Empfängnis auf dem zentralen Hauptplatz von Barichara / Foto: Flickr-Nutzer nagok86.
Eine in einer wüstenartigen, rötlich bis gelbfarbenen Landschaft eingetauchten Landstraße führt in Serpentinen bis zu einem Dorf, in dem Häuser, Wege, Kirchen, Denkmäler und der Friedhof vom Stein bestimmt sind. In der Zeit vor der Kolonisierung wurden die Gebäude im Barequestil (Pfostenhausbauweise) errichtet und die Wände waren weiß getüncht.
Im Jahr 1978 wurde der Ort zum Nationalen Denkmal erklärt, als Zeuge für die Architektur aus der Zeit vor der Eroberung und aufgrund seiner Schönheit verzaubert er die Touristen wie die eigenen Einwohner. Nicht umsonst wird gesagt, dass Barichara das schönstes Dorf von Kolumbien ist, dank der Handwerker, die Stein auf Stein ihre Häuser und Kirchen erbaut haben.
Barichara gilt als schönstes Dorf von Kolumbien.
Das kleine Dorf erhebt sich auf einer ausgedehnten, trockenen Ebene mit gemäßigtem Klima und Nächten mit wolkenlosem Himmel. Es liegt 118 km von Bucaramanga im Departamento von Santander und 445 km von Bogotá, der Hauptstadt von Kolumbien, entfernt.
Das erste, was man beim Eintreffen in Barichara spürt, ist die Ruhe, mit der das Leben dort abläuft. Die Einwohner schlendern ohne Hast durch die Straßen und grüßen freundlich, wenn sie einem anderen Menschen begegnen. Ein spannender Teil der Reise ist, durch alle Gassen des Dorfes zu schlendern, um eine Unterkunft zu finden: Man hat die Wahl zwischen Boutique-Hotels, einfachen Unterkünften, bis hin zu Privathäusern, die gemietet werden können.
Auf der Tour durch das Dorf trifft man auf mehrere Läden, die Kunsthandwerk anbieten. Hier findet man Hängematten, Espadrilles, Bekleidung, Ketten, Schmuck aus Tagua, gemeißelte Steinfiguren, Taschen und Rucksäcke, Teppiche aus Agavenfasern und vieles weitere mehr.
Wenn man durch die Gässchen von Barichara läuft, entdeckt man einen herrlichen Aussichtspunkt, der demjenigen, der sich einen Augenblick gönnt und seinen Blick über die Landschaft des Tales des Suarez-Flusses schweifen lässt, regelrecht den Atem nimmt. Inmitten der Trockenheit und der ockerfarbenen, grün gesprenkelten Erde, schlängelt sich majestätisch der Fluss, der am Horizont entschwindet, wo ein Himmel emporsteigt, der sich tags marineblau und während des beeindruckenden Sonnenunterganges rötlich, fuchsia-, orange- oder rosafarben zeigt.
In der Nähe des Aussichtspunktes befindet sich ein nostalgischer und wunderschöner Friedhof aus Stein, die Jesus-Kapelle, die Kirche der Unbefleckten Empfängnis auf dem zentralen Hauptplatz, die Kapelle Santa Bárbara im nördlichen Teil des Dorfes und die Kapelle von San Antonio im Süden. Diese Gebäude sind vollständig aus dem gelbfarbenen Stein, der in den Steinbrüchen der Gegend abgebaut wird, errichtet.
Der Name Barichara bedeutet „Ort zum Ausruhen“ in der Chibcha-Sprache.
In den Abendstunden kann man in einer kleinen Kneipe auf dem Hauptplatz ein kaltes Bier trinken, um die aufgestaute Wärme des Tages abzukühlen und sich zu entspannen. Im wahrsten Sinne des Wortes ist in diesem Moment das Dorf genau das, was sein Name in der Chibcha-Sprache bedeutet: Ein Ort zum Ausruhen.
Das Departamento von Santander ist bekannt als Ziel für Abenteuersport und Nervenkitzel, weshalb Barichara auch Ausgangspunkt zu den Reisezielen ist, wo Adrenalin pur im Mittelpunkt steht. In unmittelbarer Nähe, auf dem Weg nach San Gil, befindet sich die Höhle von La Antigua, die ideal für Speläologie ist. Dort kann man mineralische Formationen bewundern, sich im Schlamm baden und in ihrem natürlichen Wasserbecken schwimmen.
Gleitschirmfliegen... Einfach nur ins Leere starten!
Trekking und Canyoning. Dort befinden sich die für ihre heilende Wirkung bekannten Wasserfälle von Juan Curí, die über 200 Meter hoch sind und ein 5 Meter tiefes Wasserbecken. Wer aber ein noch extremeres Erlebnis sucht, dem bietet sich das Kajak fahren auf dem Fonce-Fluss, mit Wildwasserstufen III, III plus und IV auf einer Strecke von 10 Kilometern.
In der nahen Umgebung der Gemeinde von Socorro bieten sich Möglichkeiten für
Und wer die Höhen vorzieht, für den gibt es Gleitschirmfliegen in Curí, nur 10 Minuten von San Gil entfernt. Ein faszinierendes Erlebnis von 15 bis 20 Minuten Flug über dieses Gebiet. Man muss nur den Start ins Leere wagen!
Diese Gegend war einst vom Guane-Volk besiedelt.
Von Barichara aus ist es nicht weit nach Guane, einem kleinen Dorf, zu dem man auf einem ehemaligen Reitweg der spanischen Krone gelangt und welches auch den kolonialen Baustil bewahrt. Es besitzt ein Paläontologisches Museum mit einer Sammlung von Fossilien, die sogar Reste von Dinosauriern beinhalten.
Die Strecke beträgt lediglich 9 km, eingetaucht in einer zauberhaften, wüstenartigen Landschaft. Dort trifft man auch auf die wunderschöne, im Stil der Kolonialzeit erbaute Kirche von Santa Lucía, die zur Verschönerung des Dorfes beiträgt. Guane ist auch bekannt für seine Webarbeiten aus Agavenfasern, aus denen kunsthandwerkliche Gegenstände wie Teppiche, Körbe und sogar Papier hergestellt werden.
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