Hier kommen Sie zum Inhalt

Sie sind in:

We are an expat community that live and feel Colombia; we write in our native languages and love to travel through this beautiful country. Here you can find our travel stories where we share sensations, flavors and smells from Colombia. We invite you to read our experiences.

(*) Colombia.travel and Proexport Colombia is not responsible for personal opinions presented by each blogger.

Follow us on FacebookFollow us on TwitterFollow us on FlickerFollow us on Youtube

El Cocuy

Die Reise dorthin von Cali über Bogotá war doch sehr langatmig und anstrengend. Die Bussuche vom Terminal Bogotá nach El Cocuy gestaltete sich auch schwieriger als gedacht….aber dafür wurden mir als Gegenleistung atemberaubende Tage und Nächte im Naturpark El Cocuy geschenkt. Noch immer schwelge ich in Erinnerung.

 

 

Der  Nationalpark El Cocuy liegt in der östlichen Andenkordillere und führt durch die Departamentos von Boyacá, Arauca und Casanare. Das Zentrum des Parks bildet eine Bergkette mit ca. 19 stets schneebedeckten Gipfeln auf nur einer Ausdehnung von 30 km, dazu annähernd 300 Lagunen. Ich habe den Weg über den Cusiri Pass (4.500m) bis zur Laguna de la Plaza gewählt.

 

 

Dort hab ich einige Tag verbracht und sternförmig die bildschöne Landschaft erkundigt. Ein Traum! Allerdings wäre dieser Traum fast schon vorne weg zerplatzt bzw. nicht wahr geworden. Eine Erkältung machte mir zu schaffen und nur einige Stunden vor geplanter Abreise, entschloss ich mich trotz leicht angeschlagener Gesundheit die Reise nach El Cocuy zu wagen. Im Terminal war eine Abreise um ca. 22-23Uhr geplant. Allerdings gab es überraschenderweise keine freien Plätze mehr. So wurde ich gezwungen, den nächsten Bus um 5 Uhr früh zu nehmen. Der Bus war ein altes Modell und ich hatte kaum Beinfreiheit, auf meinen teuren Platz. Die Fahrt ging dazu noch 10 Stunden lang. Angekommen im El Cocuy, im Pueblito, wurde zu aller erst ein Hostel aufgesucht und dann geruht. Ich brauchte nach der anstrengenden Reiserei endlich Schlaf und Ruhe.

 

 

Außerdem stand am nächsten Tag der Aufstieg von 2.700m auf 4.500m bevor.  Nicht alle Höhenmeter wurden per  Fuß bewältigt. Ein Jeep hat uns bis zum Parkeingang gebracht und das schwere Gepäck wurde im Parkeingang auf Mulas (Esel) gepackt. So dass der weitere Aufstieg nur mit dem nötigsten vollzogen werden konnte. Nun leider hatte ich vor Abreise aus Cali schon Kopfschmerzen, durch die zunehmenden Höhenlagen wurde dies natürlich auch noch verstärkt. Aber nach einer Wanderung von 7 Stunden (mit Pausen) haben wir endlich das Ziel „Laguna de la Plaza“ erreicht. Diese Laguna ist mir wie eine Fata Morgana erschienen.

 

 

Mein Kopf war am Zerplatzen, meine Energie längst aufgebraucht und dann diese Erscheinung der Laguna. Ja ein sehr intensives Erlebnis war dies.Während der Zeit in der Laguna gibt es natürlich keinen Luxus, es ist Natur pur.

Waschen hätte mit dem Wasser der Laguna durchaus funktioniert, aber dies war so kalt, dass man doch lieber  trocken bleibt. Aber dafür ist das Wasser dort  so klar und rein, dass man es ohne Sorgen trinken kann. Das Wasser ist wirklich optimal. Bei der Heimreise hat mir dann gar nicht mehr das gekaufte Trinkwasser schmecken wollen. Die

Laguna hat in jeglicher Hinsicht verwöhnt. Nicht umsonst ist die Freiheit über den Wolken grenzenlos und das Glück noch dazu. Die Tage an der „Laguna de la Plaza“ haben mit viel Sonne verwöhnt, die Nächte waren dafür klirrend kalt aber mit atemberaubenden Nachthimmel. Sonnenschutz und warme Kleidung darf man hier auf keinen Fall vergessen. Trotz Sonnenschutz hat jeden Abend mein Gesicht von Wind und Sonne nur so geglüht. Der Rest des Körpers war leider trotz Thermohosen doch eher kühl. Deswegen hat man nach Sonnenuntergang schnell sein Zelt aufgesucht, um dann den nächsten Tag bei Sonnenaufgang wieder zu beginnen.

Dieses zeitlose Leben ist sehr angenehm und absolut stressfrei. Nach einem Erholungstag sind wir dann  zu naheliegenden Gipfel aufgestiegen und haben den nächsten Gletscher mit seinem Krater betrachtet. Der Ausblick und der Gletscher waren überwältigend.

 

Leider war der Tag des Abstiegs schneller da als gedacht. Der Abstieg ging problemlos von statten und noch in der Nacht konnte ich ein Bus vom Pueblito El Cocuy nach Bogotá nehmen. Dieses Mal bat der Bus mehr Beinfreiheit, war aber in seinen Ausmaßen auch um einiges größer, so dass an einigen Stellen der schlechten „Straßen“ Kolumbiens Millimeterarbeit nötig war. Nach ca. 12 Stunden bin ich dann aber letztendlich gut in Bogotá angekommen.

 

Tags: Nicht getaggt
Bewerte diesen Beitrag
3 Stimmen

Kommentare

Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!

Kommentar hinterlassen

Gast
Gast Mittwoch, 30 Juli 2014

Kontaktieren Sie uns

Proexport Colombia 
Fürstenbergerstrasse 223
60323 - Frankfurt am Main
Deutschland / Germany
Tel: +49 (69) 1302 3832
Fax: +49 (69) 1302 4719

Colombia | Marca País Ministry of Commerce, Industry and Tourism Fondo de Promoción Turistica Proexport Colombia