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Ganz am Anfang meines Aufenthaltes in Kolumbien hat mich eine nette Studentengruppe zu einer Besichtigung der Salzmine Nemocón eingeladen. Davon hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas gehört. Weder von Nemocón noch von der unterirdischen Salzkirche in Zipaquirá. Zipaquirá war nur kurz in meinem Reiseführer erwähnt, Nemocón nicht.
Wir trafen uns alle am Portal Norte, ein Busterminal im Norden von Bogotá. Von dort haben wir einen Bus nach Nemocón genommen. Der Bus mit seinen alten durchgesessenen Sitzen war sehr urig und dazu noch üppig katholisch geschmückt. Auf den Weg nach Nemocón mussten wir von der normalen Straße abbiegen und so kamen wir über einen Schotterweg mit vielen Schlaglöchern. Dabei wurden wir ordentlich durchgeschüttelt und dafür aber mit einer wunderbaren Landschaft belohnt. Ich war sofort beeindruckt von dem kleinen Städtchen mit seinen bunten Häusern. Zu allererst gingen wir aber erst zum Salz-Museum „Museo de la Sal“ und danach zu der eigentlichen Salzmine.
Es war sehr schön, die in verschiedenen Lichter getauchten Salzkristalle zu beobachten und zu bewundern. Es gab soviel zu besichtigtigen, dass man darüber die Zeit vergaß.
Auf dem Heimweg haben wir noch den Hauptplatz von Nemocón bestaunt und danach typisch kolumbianisch „Picado“ gegessen. „Picado“ ist ein Korb mit Fleisch und Kartoffeln, und wird mitten in der Gruppe auf den Tisch gestellt. Jeder greift dann mit seinen bloßen Händen zu, die man davor und danach gründlich waschen sollte. Es war zwar ungewohnt, aber trotzdem lecker.
Einige Zeit später habe ich dann schließlich auch die Salzkirche in Zipaquirá besucht. Diese war auch sehr beeindruckend, leider aber um einiges kommerzieller als die Salzmine Nemocón. Das Städtchen Zipaquirá hat dafür aber auch einiges zu bieten. Mir hat besonders der Hauptplatz gut gefallen. Leider gab es ausgerechnet an diesem Nachmittag in Zipaquirá Stromausfall, so dass man in dem Kaffeeland Kolumbien kein Kaffee trinken konnte. Schade, es hat sich aber trotzdem gelohnt.
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Danke Christina. Es ist eine gute Beschreibung der Salzminen von Nemocon. Nur eine kleine Sache: es ist nicht "Picado" sondern "Picada".