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Es ist nicht genau erwiesen, wer den Kaffeeanbau in Kolumbien eingeführt hat und auch nicht, zu welcher Zeit noch welche Gegend des Landes die erste war, in der der Anbau erfolgte.
Es gibt verschiedene Versionen zur Ankunft des Kaffees im kolumbianischen Gebiet. Eine davon berichtet, dass die Samen vom Osten her aus Venezuela in die Gebiete der Departamentos von Norte de Santander und Santander herein gekommen waren, andere hingegen behaupten, dass die Kaffeepflanze über Mittelamerika in das Gebiet von Urabá im Departamento von Antioquia kam.
Diesen Versionen zufolge gab es die ersten Kaffeeanbaugebiete in den Departamentos von Santander und Cundinamarca und Jahre später, Anfang des 20. Jahrhunderts, verbreitete sich der Anbau in den Departamentos, die die Zentralkordillere der Anden durchqueren und bis zu den Hängen der Westkordillere reichen. Die geschichtlich stärkste Verwurzelung vermutet man in der Zone des Departamentos von Antioquia.
Eine weitere Version nimmt Bezug auf das Werk Orinoco ilustrado des spanischen Jesuitenpriesters José Gumilla, der über die erste Aussaat von Kaffeesamen, auf kolumbianischem Territorium, im Zuge der Missionsarbeit von Santa Teresa de Tabage, berichtet. Von dort aus sollen später die Jesuiten die Kaffeesamen nach Popayán gebracht und 1736 im Kloster dieser Gemeinde ausgesät haben.
Ganz gleich, welche dieser Versionen zutrifft, auf jeden Fall scheint alles darauf hinzuweisen, dass die Geschichte des Kaffees in Kolumbien einen starken Bezug zur christlichen Kirche hat und im engeren Sinn zum katholischen Pfarrer Francisco Romero von Salazar de las Palmas, der ein heißer Anhänger dieser Pflanze war und als Abtragung der Sünden seiner Kirchgänger das Pflanzen von Kaffeepflänzchen anordnete. Diesem Beispiel folgten dann weitere Geistliche und auf diese Weise fand der Anbau im Nordosten des Landes eine rasche Verbreitung.
Nach dem Departamento von Santander breitete sich der Kaffeeanbau auf weitere Regionen aus, genauer an den Hängen der Andenkordilleren, in den Departamentos von Antioquia, Caldas, Risaralda, Quindío, Tolima und Valle del Cauca
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