Kolumbien ist ein Paradies für Vogelfreunde, ob als wissenschaftliche Bereicherung oder reines Erlebnis, auf jeden Fall aber ein lohnendes Ziel.
Helge Vjoorlo
aus Schweden

Sie sind in:
Der Rotbauchstärling (Hypopyrrhus pyrohypogaster), eine endemische Art /Fot. Juan David Ramírez/
Die Zentralkordillere ist die älteste der drei Kordilleren der kolumbianischen Anden und bietet eine große Vielfalt an natürlichen Lebensräumen, Wäldern, Anbaugebieten und Siedlungen.
Die wichtigsten Departamentos, die von der Kordillere durchzogen werden, sind: Antioquia, Caldas, Risaralda, Quindío und Tolima. Sie wird im Westen vom Tal des Cauca-Flusses flankiert, im Osten vom Magdalena-Fluss, im Süden vom Kolumbianischen Massiv und im Norden von den Niederungen der Karibik.
Feuchtwald im Hoch- und Mittelgebirge und Páramos (andentypisches Ökosystem und Wassereinzugsgebiet in Höhenlagen) sind die vorherrschenden natürlichen Lebensräume, mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von 2.000 bis 3.000 mm.
Auch wenn diese Region mehrere Naturschutzgebiete hat, ist der Wald im Mittelgebirge durch Viehzucht und Landwirtschaft, v.a. dem Kaffeeanbau, stark in Mitleidenschaft gezogen. Einige Landstriche im Norden jedoch sind fast noch unberührt und dort hat man kürzlich neue Vogelarten entdeckt.
Bergameisenpitta (Grallaria quitensis) /Fot. Diego Calderón Franco/
Mit mehr als 800 Vogelarten gehören die kolumbianischen Anden zu den reichsten und vielfältigsten „Biodiversity hotspot“ (Biogeographische Region einer bedeutenden, vom Aussterben bedrohten Biodiversität) der Welt. In der Zentralkordillere gibt es zwei Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung: Im Norden (Medellín und Umgebung) und im Zentrum (im sog. Kaffee-Dreieck).
Etwa 120 Vogelarten sind von besonderem Interesse, da sie endemisch sind, wie der Parkers Ameisenfänger (Cercomacra parkeri), die kürzlich bestimmte Piha-Art Chestnut-capped Piha (Lipaugus weberi), oder der teilweise vom Aussterben bedrohte Bandameisenpitta (Grallaria milleri).
Ursprüngliche Landschaft, die den Gesang des Windes und den rituellen Weg der Vögel am Himmel wiedergibt.
Im Norden der Kordillere hat man mehr als 300 Arten registriert, darunter endemische wie der Stiles Tapaculo (Scytalopus stilesi), der Weißmantel-Barbet (Capito hypoleucus), der Rotbauchstärling (Hypopyrrhus pyrohypogaster) und die Schwarzohr-Bunttangare (Chlorocrysa nitidissima), die in den Gemeinden von Amalfi und Anorí, wie auch in der Nähe von Medellín beobachtet werden können.
Gen Süden, in unmittelbarer Nähe der Großstädte Manizales, Pereira und Armenia gibt es unglaublich viele, hervorragende Gebiete, die zur Vogelbeobachtung einladen.
Pupurmanteltangare (Iridosornis porphyrocephala) /Fot. Diego Calderón Franco/
Dort können endemische Vogelarten wie der Cauca-Guan (Penelope perspicax) und spezielle wie der Krähenschmuckvogel (Pyroderus scutatus), sowie große Mengen an Tapaculos, Ameisenpittas und Bergtangaren beobachtet werden.
All diese Gebiete sind leicht auf dem Landweg zu erreichen oder von den Hauptstädten dieser Region anzufliegen.
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