Kolumbien ist ein Paradies für Vogelfreunde, ob als wissenschaftliche Bereicherung oder reines Erlebnis, auf jeden Fall aber ein lohnendes Ziel.
Helge Vjoorlo
aus Schweden

Sie sind in:
Der Felsenhahn (Rupicola rupicola) /Fot. Juan David Ramírez/
Der Felsenhahn (Rupicola rupicola) Die weitläufigen Tiefebenen des kolumbianischen Ostens geben den Departamentos von Meta, Vichada, Casanare und Arauca Leben. Sie grenzen im Osten an Venezuela und zusammen bilden sie ein ausgedehntes Flachland.
Durch die Nähe ihrer Hauptstadt Villavicencio, sowohl zum Flachland als auch zu den Bergen, ist diese Gegend zum beliebten Ziel für Vogelbeobachtung geworden.
Weitläufige Ebenen als Landebahnen ohne Grenzen für Vögel.
Die natürlichen Lebensräume der Llanos: Savanne und Wald auf weißem Sand als Untergrund, aber auch Heiden und Sümpfe, mit einer unglaublichen Menge an Wasservögeln.
Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt weniger als 2.500 mm, aber dieses monsunartige Klima, wo es praktisch nur von April bis November regnet, lässt dann das Land völlig überschwemmen. Der Naturpark El Tuparro, an der Grenze von Venezuela, und einige wenige AICAs (Areas Importantes para la Conservación de las Aves - wichtige Vogelschutzgebiete), sind die einzigen Naturschutzgebiete dieses Landstrichs.
Die Orinoco-Gans (Neochen jubata) /Fot. Diego Calderón Franco/
Etwa 470 Vogelarten bewohnen die Llanos Orientales von Kolumbien. Diese interessante Gegend bietet keine endemischen Arten, da bedingt durch die Ähnlichkeit unserer Ökosysteme, die meiste Vogelfauna mit Venezuela geteilt wird.
Dennoch gibt es einige spezielle Arten wie der Hoatzin (Opisthocomus hoazin), der Hornwehrvogel (Anhima cornuta), die Orinoco-Gans (Neochen jubata) und auch viele Säugetiere. Tausende von Entenscharen (Dendrocygna), Störchen (Mycteria, Ciconia) und Jabirus (Jabiru), Ibissen (Phimosus, Edocimus), Reihern (Ardea, Egretta) und Löfflern (Platalea) bilden ein Schauspiel von Formen und Farben, die mit dem Grün der Llanos kontrastieren.
Der Kolumbien-Guan (Ortalis Kolumbiennus), eine endemische Art /Fot. Diego Calderón Franco/
Zwischen Villavicencio und Puerto López kann man an vielen Orte Vogelscharen beobachten und in der Stadt Villavicencio selbst gibt es Orte wie Bosque Bavaria und Ocarros, wo es Ameisenvögel und Pipras, wie auch Totenkopfäffchen (Saimiri) und andere Tiere zu sehen gibt.
Vom Aussichtspunkt Alto de Buena Vista, nur 15 Minuten von Villavicencio entfernt, kann man die schönsten Sonnenaufgänge und Abenddämmerungen von Kolumbien genießen, begleitet von endemischen Vogelarten wie dem Kolumbien-Guan (Ortalis Kolumbiennus) und vielen Tangaren und Drosseln, die nur am Fuß der östlichen Anden vorkommen.
In den Llanos kommt man dank gut ausgebauter Straßen problemlos in die verschiedenen Gebiete, um Vögel beobachten zu können.
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