In den Naturparks von Kolumbien wird einem klar, was Artenvielfalt bedeutet. Es ist ergreifend, so viele Lebensformen an einem Ort vereint zu sehen.
Steinar Saeter
aus Norwegen

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Im Amacayacu
In dieses grenzenlose, grüne Knäuel des Amacayacu einzudringen ist eine schwer zu beschreibende, abenteuerliche Entdeckungsreise. Der Staatliche Naturpark Amacayacu umfasst einen großen Teil vom Amazonastrapez, im extremen Süden vom Departamento Amazonas.
Er ist Habitat des Löwenäffchens, dem kleinsten Primaten der Erde und Heimat der Süßwasserschildkröte und des größten Krokodils. Amacayacu ist nicht nur üppige Fauna und Flora, sondern auch Heimat von indigenen Volksstämmen, die noch die Bräuche ihrer Vorfahren bewahren.
In Amacayacu findet der Besucher alles: Von der Victoria Regia, dem größten Lotus der Welt, bis zu Spuren von wilden Tieren wie dem Jaguar, dem Elch und dem Hirsch. Es gibt unvergessliche Orte von großer landschaftlicher und kultureller Schönheit, typischen Regenwald und viele Siedlungen der Tikuna-Kultur, deren Kunsthandwerke in der Ecotienda (Ökoladen) zu erstehen sind.
Wo Mensch und Natur sich zu einer grünen Umarmung verschmelzen.
Zu den endlosen natürlichen Umgebungen des Amacayacu, die der Tourist kennen lernen kann, gehören überfluteter Urwald, Moore, Sümpfe und für Amazonien typische Flussarme, die per Motor- oder Paddelboot, je nach Fitness des Besuchers entdeckt werden können, aber auch Wälder auf dem Festland.
Am besten lernt man die Wälder kennen, indem man die verschiedenen Wanderlehrpfade nutzt. Hier kann man mit Hilfe von einheimischen Führern und den Wanderkarten Cartas del Camino de la Selva, die vom spirituellen Glauben der Tikuna-Kultur inspiriert sind, ins Innerste des Urwalds vordringen.
Eine riesige Ausdehnung von 293.500 ha, im meridionalen Sektor des Amazonastrapezes, zwischen den Flüssen Amazonas im Süden und Cotuhé im Norden, zwischen dem Amacayacu-Fluss und den Bächen Cabinas und Pamaté im Westen und den Bächen Matamatá und Lorena im Osten. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 27,5º C, die geringste Niederschlagsmenge ist im Juli, die höchste im Oktober. Die baldachinförmigen Baumkronen werden bis zu 30 bis 50 Meter hoch. Es gibt 468 bestimmte Vogelarten, 11 Reiherarten, 150 Meeressäugetierarten, u.a. die Amazonas-Rundschwanzseekuh, den Bufeo (rosafarbenen Amazonas-Delphin) und den Flussdelphin.
Von den im ganzen Land bestimmten Reptilien gibt es die meisten hier und von den 6 bestimmten Krokodilarten gibt es hier 4. Verschiedene Fischarten gehören zu den Grundnahrungsmitteln der Bewohner dieser Gegend. Im Amazonastrapez leben ungefähr 14 indigene Volksstämme. Im Park drinnen lebt das Tikuna-Volk: In den Gemeinden von Palmeras am Amazonasstrom und von San Martín am Amacayacu-Fluss.
Per Flugzeug nach Leticia und von dort per Boot auf dem Amazonas stromaufwärts bis zum Zufluss Matamatá, dem Eingang des Parks.
Bitte fragen Sie in Ihrem Reisebüro nach oder erkundigen Sie sich in folgender Webseite: www.parquesnacionales.gov.co
Der Staatliche Naturpark Amacayacu bietet die Touristenunterkunft Yewae, mit 3 Hüttenkomplexen für je 45 Personen, die mit Schlafkojen oder Hängematten ausgestattet sind.
Campen ist wegen der giftigen Schlangen, die es hier gibt, nicht erlaubt.
Lagos de Tarapoto: Seen, die eine halbe Stunde vom Park entfernt liegen. Dort kann man die rosafarbenen Delphine beobachten.
Puente del Dosel: 60 Meter lange Hängebrücke, die in einer Höhe von 30 Metern die baldachinförmigen Baumkronen verbindet und die Möglichkeit bietet, den Urwald aus einer anderen Perspektive beobachten zu können.
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