In den Naturparks von Kolumbien wird einem klar, was Artenvielfalt bedeutet. Es ist ergreifend, so viele Lebensformen an einem Ort vereint zu sehen.
Steinar Saeter
aus Norwegen

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Sierra Nevada de Santa Marta. Foto entnommen von Flickr. Autor ryanwhisner
Im Norden Kolumbiens, in den Departamentos von Magdalena, La Guajira und Cesar, liegt die Sierra Nevada de Santa Marta, in der sich der Archäologische Park Teyuna befindet (die Verlorene Stadt), Wiege der Tayrona-Kultur, die monumentalste indigene Zivilisation des Landes.
Dieses majestätische Hochgebirge mit seinen schneebedeckten Gipfeln ist das welthöchste, an einer Küste gelegene. Hier befinden sich die zwei höchsten Berge von Kolumbien. Heutzutage leben dort ca. 30.000 Angehörige der indigenen Volksstämme Kogi, Arhuaco, Kankuamo und Wiwa, die „älteren Brüder“. Der Naturpark wurde im Jahr 1979 von der UNESCO zum Biosphärenreservat und Kulturerbe der Menschheit erklärt.
Im Park werden Arbeiten für dessen Wiederherstellung und Erhaltung durchgeführt. Gleichfalls dient er zu Forschungszwecken. Die Wanderungen zu den verschiedenen Orten auf historischen und kulturellen Pfaden gehören zu den wichtigsten Aktivitäten für Touristen.
Zur Stadt Santa Marta gelangt man per Flugzeug, Auto oder Schiff. Von dort aus führt ein befahrbarer Weg von 42 km über die Gemeinde Minca nach Cerro Kennedy bis zur Versuchsstation San Lorenzo, wo man ungefähr nach anderthalb Stunden ankommt.
Noch heute leben in der Sierra die indigenen Volksstämme Kogui und Ijka, allgemein bekannt als Arhuacos, die ihre Vergangenheit, ihre Mythologie und Bräuche bewahren. Zu den markantesten gehören das Amt der Mamos und der Ritus der Kokapflanze. Die Mamos oder Mamas sind Geistliche bzw. die Weisen der Gemeinschaft, die die Weisheit von den Alten weitervermittelt bekommen haben und religiöse Macht ausüben.
Zu den Vertretern der Fauna gehören der Jaguar, der Elch, der Páramo-Hirsch, der Kondor, das Hokkohuhn und der Bergpapagei.
Die Biota des Massivs mit seinen sehr verschiedenen Klimazonen, die von gemäßigt warm, kalt, Páramo und Subpáramo gehen, haben Ähnlichkeit mit den der Anden, v.a. der östlichen Kordillere Kolumbiens. Die Flora des Parks ist sehr vielfältig: Es überwiegen riesige Bäume wie der Mastre, der Caracolí (bis zu 35 Meter hoch), die Milchceiba, die Wachspalme, und weitere mehr.
Zu den interessantesten Reisezielen, die sich das ganze Jahr bieten, gehören folgende:
Bitte fragen Sie in Ihrem Reisebüro nach oder erkundigen Sie sich in folgender Webseite: www.parquesnacionales.gov.co
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