In den Naturparks von Kolumbien wird einem klar, was Artenvielfalt bedeutet. Es ist ergreifend, so viele Lebensformen an einem Ort vereint zu sehen.
Steinar Saeter
aus Norwegen

Sie sind in:
Landschaft in Makuira
Das Bergland von Makuira im Norden Kolumbiens, im nördlichen Teil der Halbinsel Guajira, ist eine wahre Nebeloase inmitten der Wüste. Nur 5 km von einem wüstenartigen Areal entfernt, weist dieses Bergland hohe Feuchtigkeit und fruchtbare Vegetation auf. Es ist von niedrigem Nebelwald bedeckt, der den hochlagigen Andenwäldern gleicht, auch wenn seine Bäume viel kleiner sind. Der Park ist auch Heimat von Mitgliedern des Wayúu-Volksstammes, die wunderschöne Kunsthandwerkstücke erarbeiten.
Ort, an dem die Natur zum Dichten verweilt.
Es wird empfohlen, nicht ohne Führer in diese Gegend zu gehen. Die Anreise ist nur im Sommer möglich. Auch wenn der Park selbst keine Unterkunftsmöglichkeiten bietet, vermieten die Eingeborenen den Besuchern Hängematten in ihren Rancherías.
In der Makuira
Das Bergland von Makuira ist der höchste Punkt der Alta Guajira.
Mit einer Ausdehnung von ungefähr 25.000 Hektar besteht sie aus 3 Bergmassiven mit 5 verschiedenen Waldarten, was sie zu einer biogeographischen Oase inmitten der für die Guajira-Halbinsel charakteristische Wüstenlandschaft macht.
Man kann von Bogotá nach Riohacha fliegen. Von dort geht es bis zum Weiler Nazareth im Gemeindebezirk Uribia. Der Weg nach Nazareth, von Uribia aus startend, führt am Küstenstreifen entlang. In der Sommerperiode benötigt man dafür 8 Stunden. Oder von Venezuela aus über Puerto López mit einer Reisezeit von 18 Stunden.
Hier ist die Wiege der Wayúu-Kultur. Der Legende dieses indigenen Volksstammes nach sind die drei Hügel, die das Makuira-Gebiet bilden, die Söhne eines Häuptlings des Küstengebirges Sierra Nevada de Santa Marta gewesen, denen es verboten war, sich von zu Hause zu entfernen. Aber eines Nachts flüchteten sie ans Meer und verwandelten sich in Hügel. Hier gibt es auch einige Rancherías und Siedlungen.
In dem Gebiet sind mehr als 140 Vogelarten registriert, von denen 17 endemischer Art sind, u.a. der Braunflügelguan, der Guajira-Kardinal, der Berghüttensänger und mehr als 10 Zugvögelarten. An Säugetieren findet man typische Trockenwaldbewohner, wie den Hasen, den Skunk, den Ameisenbären und den Zaino. Bemerkenswert sind auch die Vorkommen an Reptilien und Amphibien.
Dieses Naturareal beherbergt 5 verschiedene Waldarten, deren Schutz ungemein wichtig ist, da nur von ihnen die Wasserversorgung der Bewohner der Gegend abhängt.
Weiterhin gibt es hier den sog. Zwergnebelwald, der charakteristisch für sein üppiges Vorkommen an Epiphyten oder Aufsitzerpflanzen ist, wie Bromelien, Orchideen und Moose.
Bitte fragen Sie in Ihrem Reisebüro nach oder erkundigen Sie sich in folgender Webseite: http://www.parquenacionales.gov.co
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