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Die Route der Aufständischen: Keim der Unabhängigkeit

Haga click sobre la imagen para ampliarla Die Brücke von Boyacá

Die Brücke von Boyacá/ Foto: H. López B.

Die Route der Aufständischen beginnt im Departamento von Santander, dem idealen Land für Abenteuersport und endet in der frischen und wunderschönen Hochebene von Bogotá. Sie gehört zu den Routen, auf denen das Nationalgefühl der Kolumbianer entfacht wurde und es dann noch dreißig Jahre dauerte, bis endlich die Unabhängigkeit Kolumbiens erlangt werden konnte.

Die Region gehört zu den abwechslungsreichsten von Kolumbien: Berge und Dörfer bieten sich an zum Urlaub auf dem Land, Wasserfälle, Flüsse und Schluchten für die Fans von Abenteuersport und Abenteuer an sich und jetzt kommt noch diese kulturelle Komponente für eine Reise zurück in die Kolonialzeit dazu.

Ein wenig Geschichte

Die Route der Aufständischen durchquert die Departamentos von Boyacá, Santander und Cundinamarca.

Die so genannte Revolution der Aufständischen fand ihren Ursprung in der Gemeinde von Socorro im Departamento von Santander, Kolumbien, am 16. März 1781. Auslöser war die Einführung einer neuen Steuer auf Baumwolle und Fasern, die die Spanische Krone auferlegen wollte, zudem sie bereits durch die Monopolisierung von Schnaps und Tabak den Krieg der Armada von Barlovento gegen England finanzierte.

Das Volk widersetzte sich dieser Maßnahme, da die Mehrheit damals in großer Armut lebte. Dieser Protestbewegung schlossen sich die Händler und Landgutbesitzer an und bewirkte einen Aufstand von über 20.000 Menschen, um gegen die Maßnahme anzukämpfen. Die Heldin, die sich laut gegen dieses Dokument auflehnte, war Manuela Beltrán und löste damit die darauf folgenden Ereignisse aus.

Haga click sobre la imagen para ampliarla Büste von Manuela Beltrán in Socorro, Santander

Büste von Manuela Beltrán in Socorro, Santander / Foto: H. López B.

Die Menschenmasse zog durch die Departamentos von Santander, Boyacá und Cundinamarca und konnte damit erreichen, dass einige Kapitulationen, die auf 35 von den Aufständischen präsentierten Anklagen folgten, vom Gericht unterschrieben wurden. Jene Kapitulationen wurden allerdings vom Vizekönig abgelehnt und das hatte eine erneute Auflehnung zur Folge, die aber diesmal zu einem weniger glücklichen Ende führte: Ein Großteil der Aufständischen wurde hingerichtet, nach Afrika verschleppt oder von den damaligen Autoritäten eingekerkert.

Allerdings hat dieser Volksaufstand das Nationalbewusstsein gestärkt und wurde somit zur Geburtsstunde für die spätere Unabhängigkeit des Landes. Außerdem, und noch vor der Französischen Revolution, konnten eine Reihe von sozialen, politischen und wirtschaftlichen Forderungen, die auf den 35 Anklagen seitens der Aufständischen beruhten, durchgesetzt werden.

Die Route der Aufständischen: Abenteuer Pur

Santander

Haga click sobre la imagen para ampliarla Denkmal an das Gemüt von Santander im Chicamocha-Park, Santander.

Denkmal an das Gemüt von Santander im Chicamocha-Park, Santander/ Foto: H. López B.

Die Route beginnt in Socorro, einer Gemeinde, in der der Aufstand seinen Anfang nahm. Dort gibt es wunderschöne Häuser und Kirchen im Kolonialstil, verziert mit riesigen, gelbfarbenen Steinen, die von den Steinmetzen der damaligen Epoche bearbeitet wurden. Das Städtchen bietet mehrere Museen und in seiner unmittelbaren Umgebung trifft man auf Wanderpfade und Flüsse, die zum Kajakfahren geeignet sind. Zu den Hauptattraktionen gehört das Kapuziner-Kloster, dessen wunderschöne Fassade besonders beeindruckt.

In nördlicher Richtung kommt man an zwei Ortschaften vorbei, die zum obligatorischen Halt einladen: San Gil mit ihrer Hauptkirche und seinem majestätischen Naturpark El Gallineral, in dem interessante Barthaar-Bäume wachsen. Nach 20 Minuten trifft man auf Barichara, welches als schönstes Dorf Kolumbiens gilt, einem friedlichen Dörfchen mit der landesweit am besten erhaltenen Architektur im Kolonialstil. Es ist auch berühmt für sein Kunsthandwerk aus Agavenfasern und den atemberaubenden Aussichtspunkt.

Auf der gesamten Strecke der Santander-Route kann Abenteuersport ausgeübt werden.

Ein weiterer Ort in der Nähe von Barichara ist Guane, die ehemalige Heimat des indigenen Volksstammes gleichen Namens. Hier befinden sich ein schöner, ehemaliger Reitweg der Spanischen Krone und ein anthropologisches Museum. Drei Stunden von Socorro entfernt liegt Bucaramanga, die Hauptstadt des Departamentos von Santander. Am Stadtrand liegt die spektakuläre Schlucht Cañón de Chicamocha mit ihrem thematischen Park, in dem sich eine 6.5 km lange Seilbahn befindet, die zum Ort Mesa de los Santos führt und von der aus man einen herrlichen Panoramablick über die gesamte Schlucht geboten bekommt.

Boyacá

Nach der Route durch das Departamento von Santander geht es bergab in Richtung Süden und man durchquert das Departamento von Boyacá. Mehrere Ortschaften entlang der Route der Befreier kreuzen sich mit dieser Route der Aufständischen. Dazu gehören Tunja, die Hauptstadt von Boyacá, Paipa und das Moor von Vargas sowie die Brücke von Boyacá.

Cundinamarca

Haga click sobre la imagen para ampliarla Platz der Aufständischen in Zipaquirá.

Platz der Aufständischen in Zipaquirá/ Foto: H. López B.

Um in das Departamento con Cundinamarca zu gelangen, muss man durch die Provinzen von Mogotes, Simacota, Charalá, Oiba und Suaita fahren, bis man in der Gemeinde von Zipaquirá eintrifft. An dieser Stätte wurden die Kapitulationen unterschrieben. Dort muss man unbedingt die Salzkathedrale besuchen, die als erstes architektonisches Wunder von Kolumbien gilt.

Und kurz bevor man in Bogotá ankommt, streift man die Gemeinde Chía, die am Stadtrand liegt. Dort befindet sich eine wunderschöne Brücke, über die Jahre später der Befreier Simón Bolívar kam, bevor er Santafé, das heutige Bogotá, angriff. Und wenn man dann in Bogotá ist, sollte man unbedingt den Bolívar-Platz kennen lernen, denn dort wurden die Anführer des Volksaufstandes hingerichtet.

Anfahrtswege

Zu dieser Route gelangt man sowohl auf dem Land- wie auf dem Luftweg.

Falls man von Bogotá aus startet, nimmt man den Weg nach Tunja und von dort aus weiter nach Socorro. Die Fahrtzeit beträgt ungefähr 5 Stunden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Die erste, der Nordautobahn folgend, führt an Chocontá und der Brücke von Boyacá vorbei, bis man in Tunja eintrifft. Die zweite und kürzere Alternative geht über Zipaquirá, was man mit einem Besuch der Salzkathedrale verbinden kann. Und von dort aus fährt man weiter nach Chiquinquirá. Beide Routen treffen sich in der Gemeinde von Barbosa.

Man kann aber auch auf dem Luftweg mit jeder nationalen Fluglinie nach Bucaramanga fliegen und die Tour von dort aus starten. Dann beträgt die Reisezeit nur etwa 3 Stunden.

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