Der berühmte Wohnungsumzug mit allen typischen Gegenständen eines kolumbianischen Hauses auf einen Wagen geladen, ist das malerischste, was ich in dieser Kaffeeregion gesehen habe.
Irina Alamanova
aus Bulgarien
Sie sind in:
Jedes Jahr im Juni schmücken die Einwohner des kleinen, aber sehr malerischen Städtchens Calarcá im Departamento von Quindío (Kaffee-Dreieck) Straßen, Häuser und Balkons mit Details ihrer Kultur, als Vorbereitung auf das lachende, klatschende und musikalische Zeremoniell, dessen Höhepunkt der Yipao-Umzug und -Wettbewerb ist.
Mit dieser Veranstaltung huldigt man der Ikone, dem Jeep (daher Yipao)Willys, der über Jahre hinweg durch die Berge dieser kolumbianischen Kaffeegegend Leute, Kaffee, Waren und Gegenstände transportiert hat.
Der Jeep Willys hat dem Kaffeebauern bei seinem täglichen Kampf mit den Bergen stets zur Seite gestanden.
Der Jeep Willys ist ein kraftvoller Geländewagen, der in den USA hergestellt und ursprünglich in Kriegsgebieten eingesetzt wurde. Die Willys sind leichte Fahrzeuge, geeignet um schlecht zugängliche Gelände zu durchqueren und unbefestigte Wege durch steinige Berge, sandige Dünen und schlammige Dschungel zu meistern. Nach dem 2. Weltkrieg und dem Koreakrieg, als die Nordamerikaner mit diesen Geländewagen überschwemmt waren, wurden diese sehr günstig in die Entwicklungsländer, u.a. nach Kolumbien verkauft.
Er hat sich seinen Weg gebahnt, ist in den Urwald eingedrungen, hat die Wirtschaft gestärkt, Landwirtschaftsgüter und seine Produzenten transportiert und ist somit auch zur Folklore-Ikone der Kaffeeregion geworden.
Zum Fassungsvermögen dieses Wagens gibt es folgenden Witz:
- „Wie viele Leute gehen in ein Jeep rein?”
- „So viele, wie auf ihren Zehenspitzen stehen können”.
Der Yipao gehört zu den symbolischsten Kulturveranstaltungen des Departamento von Quindío. Es ist Tradition pur und huldigt einem Transportmittel, welches die Kultur des Kaffee-Dreiecks identifiziert.
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