Die Stadt Neiva ist definitiv die Geburtsstadt der besten Bambuco-Tänzer. Diesen traditionellen Andentanz muss man erlebt haben.
Hubert Darras
aus Frankreich
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Seit der Zeit der Kolonisation feiert das Departamento von Huila die Feste von San Juan und San Pedro, die nicht nur beispielhaft für Musik, Tanz und Komparsen sind, sondern an die alten Traditionen dieser Region Kolumbiens erinnern.
Folklore-Festival und Wahl der nationalen Bambuco-Königin
Im 18. Jahrhundert wurden die Feste offiziell eingeführt, als Zeremonie des Schwurs an Gehorsam und Respekt vor dem spanischen König. Das Zeremoniell ging damals zehn Tage lang, an denen das Volk an verschiedenen Veranstaltungen, u.a. Stierkämpfen, teilnahm.
Damals fand das Fest von San Juan auf dem Land statt, mit Familienausflügen oder einem traditionellen Grillfest am Flussufer. Das Fest von San Pedro hingegen wurde in der Stadt begangen, mit Reitumzügen, Feuerwerk, Aguardiente (typischer Anisschnaps) und viel Musik.
Ab 1960 wurden die Feste mit einem vielseitigen Kulturangebot bereichert. Von da an gilt das Folklore-Festival, welches zum Kulturellen Erbe der Nation erklärt wurde, zu den bestorganisierten, an dem nur Künstlergruppen mit anerkannter Laufbahn teilnehmen dürfen.
Die Stadt Neiva, ist wie keine andere im Land, ein Mosaik der authentischsten kolumbianischen Traditionen von Tanz und Musik, die bei ihren berühmten folkloristischen Umzügen vorgeführt werden und v.a. wegen ihrer Farben bei in- und ausländischen Touristen sehr beliebt sind.
Das Nationale Bambuco-Festival begann zu Ehren von San Juan Bautista, einem Heiligen des alten christlichen Spanien, den die spanischen Eroberer nach Amerika brachten.
Neben den Umzügen ist ein weiterer, interessanter Programmpunkt das Bambuco-Tanztreffen, bei dem die Paare mit eleganten und fast kontaktlosen Bewegungen zeigen, dass sie diesen traditionellen Tanz der Andenregion meisterhaft beherrschen.
Der Bambuco ist ein typischer Tanz der Andenregion und Ausdruck bester Folklore. In seinen Anfängen begleiteten den Bambuco die drei typischen Instrumente der Region: Bandola, Tiple und Gitarre. Im Lauf der Zeit kamen dann weitere Instrumente dazu und gaben dem Rhythmus ein breiteres Repertoire.
Bei diesem Tanztreffen nehmen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit auffälligen, traditionellen Trachten teil: Die Männer tragen eine Hose aus Drill, ein kräftig bunt besticktes Hemd, ein Halstuch, einen weißen, wasserdichten Hut, einen Carriel, (typische Umhängetasche), eine Mulera (typischer Umhang) und eine Machete und die Frauen sind mit einer kurzärmligen, bestickten Bluse, einem Rock mit Querfransen in Kontrastfarben und einem kleinen, wasserdichten und verzierten Hut gekleidet. Hier wird großes musikalisches Talent zur Schau getragen.
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