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Bandola-Gruppe beim Festival gleichen Namens in Sevilla /Foto: Mario Carvajal/
Das Bandola-Festival ist ein Treffpunkt der besten kolumbianischen Folkloremusik. Es findet jedes Jahr in Sevilla, der Kaffeehauptstadt des Departamento Valle del Cauca, statt, wenn die Drachen anfangen, am Augusthimmel Wellen zu schlagen.
Seit 1996 gehören zu diesem Fest Tänze wie der Bambuco und der Pasillo (walzerähnliche Tänze), die Cumbia (karibischer Paartanz afrikanischen Ursprungs), der Joropo (populärer Tanz der Llanos), die Rajaleñas (Tanz aus den Huila mit schelmischem Unterton), der Reggae, der Currulao (Tanz aus dem Pazifik) und alle weiteren einheimischen Rhythmen und musikalischen Ausdrucksformen, die die Vielfältigkeit Kolumbiens zum Ausdruck bringen.
Die kolumbianische Bandola der Andenregion ist ein aus Holz gefertigtes Streichinstrument, Erbe der arabischen Instrumente, die nach Amerika gebracht wurden, ähnlich wie die europäische Mandoline. Charakteristisch ist ihr fröhlicher, kräftiger Klang und wird im Allgemeinen vom Tiple (3x4-saitiges Zupfinstrument) und der Gitarre begleitet.
Kolumbianisches Instrument der Andenregion: Die Bandola /Foto: Mario Carvajal/
Dem Festival wurde sein Name zu Ehren der Bandola-Gruppe gegeben, eine Gruppe die sich vor 26 Jahren zusammengefunden hat und zum kulturellen Motor von Sevilla geworden ist.
Den Teilnehmern am Festival werden jede Nacht Konzerte im Parque de la Concordia (Park der Eintracht) geboten, auf dessen Bühne mehr als 400 Musiker und 30 Bands auftreten, die bis in die Morgenstunden durchspielen und eine heiße und abwechslungsreiche Vorstellung darbieten. Die Musik ist wie eine fantastische Tour durch die verschiedenen Gegenden Kolumbiens.
Das Bandola-Festival ist ein Treffpunkt der besten kolumbianischen Folkloremusik und findet jedes Jahr im August in der Gemeinde Sevilla im Departamento Valle de Cauca statt.
Für diejenigen, die sich mehr in die Musik vertiefen möchten, bereitet das Festival pädagogische Konzerte vor, bei denen Werke mit einem spezifischen historischen Inhalt vorgestellt werden und das Repertoire intensiver verstehen und genießen lassen.
Musiker, Folklore-Liebhaber und Spezialisten im Thema finden Lehrveranstaltungen, Workshops und Meetings, wie z.B. die der Bandola-Spieler, die das Programm des Festivals bereichern.
Events wie der Cantorío de Mujeres (Treffpunkt von Liedermacherinnen und Sängerinnen zur Förderung der traditionellen Musik) und die Konzerte, die in den traditionellen Cafés gegeben werden, sind bereits Insider-Tipps und Publikumsmagnet, denn sie erfrischen den Geist, stärken die Sensibilität und erfreuen die Seele.
Durch die Radiola del Bandola, einem Lastwagen voller Künstler, die zur Aufgabe haben, jede Ecke, jedes Viertel des Dorfes mit ihren Noten abzuklappern, gelangt die Musikfreude zum gesamten Volk.
Das Bandola-Festival erteilt jährlich den Preis Bandola Diego Estrada, als Anerkennung für die Arbeit und den musikalischen Beitrag von Musikern und Komponisten, die die musikalische Traditionen am Leben erhalten oder neu erfinden.
Bandola-Festival in Sevilla /Foto: Mario Carvajal/
Sevilla ist eine Gemeinde mit außergewöhnlicher Architektur und Landschaft, in deren Straßen man die Kaffeekultur durch die Freundlichkeit und Wärme ihrer Gastgeber zu spüren bekommt.
Der in Kolumbien als Tinto bezeichnete schwarze Kaffee und der Tango wohnen in den traditionellen Cafés von Sevilla, dem Balkon des Valle, wo man Kaffee auf typisch ländliche Art serviert und mit seinem intensiven Geschmack die Melancholie der alten Liebeslieder versüßt.
In Sevilla kann man auch Kaffeefarmen besuchen, die den Besuchern den gesamten Prozess von Aussaat, Ernte und Verarbeitung des Emblems von Kolumbien, dem Kaffee mit dem besten Aroma der Welt, vorführen.
Für weitere Information laden wir Sie ein zum Offiziellen Portal der Bandola-Gruppe, wo Sie Information über das Festival und seine vorigen Ausgaben finden.
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