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Popayán ist die Hauptstadt des Departamentos von Cauca und liegt im Südwesten des Landes, 646 km von Bogotá entfernt. Sie wurde von Sebastián de Belalcázar im Jahr 1537 gegründet. Sie befindet sich auf 1.760 Metern ü.d.M., ihre Durchschnittstemperatur beträgt 19ºC und ihre Einwohnerzahl liegt bei ca. 260.000.
In der Kolonialzeit wurde Popayán zu einem anerkannten politischen, regen Handel treibenden und religiösen Zentrum und zu einer wichtigen Station auf dem Weg von Cartagena nach Quito in Ecuador. Im 17. und 18. Jahrhundert zog sie aufgrund ihres angenehmen Klimas viele Familien von Großgrundbesitzern der Zuckerplantagen aus dem Cauca-Tal an, die dann kleine Palais und Herrenhäuser errichteten, Schulen gründeten und Kloster und Kirchen bauen ließen. Die Weiße Stadt, wie Popayán auch genannt wird, war die Wiege von zahlreichen Präsidenten, Intellektuellen, Helden, Dichtern und Schriftstellern aus Kolumbien.
Popayán gehört zu den größten und schönsten Schatzkammern des heiligen Kunstschmiedehandwerks.
Popayán wartet mit einer der größten und schönsten Schatzkammern des heiligen Kunsthandwerks auf. Dazu gehört das Museum für Religiöse Kunst der Erzdiöse, das eine Sammlung von 12 Kunstwerken verwahrt und deren Glanz sich nicht nur in den Details ihrer Verarbeitung zeigt, sondern auch in der reichen Materialvielfalt und der Vielzahl an schmückenden Edelsteinen. Besucher wie Pilger, die an der traditionellen Karwoche teilnehmen, können diesen wunderbaren Schatz von Popayán und ihrer Einwohner bewundern.
Am 30. September 2009 wurden die Prozessionen der Karwoche von Popayán von der UNESCO zum Meisterwerk des Mündlichen und Geistigen Welterbes erklärt.
En Popayán la Semana Santa es una de las celebraciones más importantes / Foto: usuario Flickr bastiand
Popayán zeichnet sich als eine besondere Stätte des Glaubens aus und die Karwoche gehört zu ihren wichtigsten Zeremonien. Jedes Jahr finden sechs Prozessionen statt: Eine tagsüber am Palmsonntag und weitere fünf, die jeweils abends am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag durchgeführt werden. Die Prozessionszüge führen durch insgesamt 23 Straßenblocks.
Die Heiligenbilder gehören zum zentralen Thema der verschiedenen Prozessionen und stellen die Personen und Szenen der Passion, des Todes und der Wiederauferstehung Jesu dar.
Die Einhaltung der Karwoche wird im Vorfeld öffentlich ausgerufen, indem die geplanten Programmpunkte angekündigt werden. Dazu gehören die sog. Kleinen Prozessionen, bei denen Kinder zwischen 6 und 12 Jahren teilnehmen und das Festival der Religiösen Musik, das spezialisierte Gruppen in diesem Genre aus den verschiedenen Regionen des Landes und der Welt vereint.
Darüber hinaus findet alle zwei Jahre im August in Popayán der Internationale Kongress der Bruderschaften, Zünfte und Ausschüsse zur Karwoche statt.
Die Kirche von La Ermita gehört zu den ältesten der Stadt, die Kirche von San Agustín ist heute eine Mädchenschule der Schwestern des Augustinerordens, die Kirche von Santo Domingo wird besucht, um das Bildnis der Jungfrau von El Rosario zu verehren, die Kirche von El Carmen wurde zwischen 1.730 und 1.736 errichtet, die erste Kirche von San Francisco war dem Erdbeben im Jahr 1736 zum Opfer gefallen und danach in seiner jetzigen Form wieder aufgebaut worden. Weiterhin gibt es die Kirche von La Encarnación oder der Nonnen, die Basilika Nuestra Señora de la Asunción, die Kirche von La Compañía oder von San José und die Kirche von Belén.
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