Die Accessoires aus Tagua, die ich in Kolumbien gekauft habe, haben sensationellen Anklang in meinem Land gefunden. Sie sind nun das perfekte Mitbringsel geworden.
Laura Hernández
aus Peru
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Accessoires aus Tagua
In den dichten, tropischen Regenwäldern Kolumbiens wächst eine ganz spezielle Palme, deren Samen als Tagua (Steinnuss) oder Pflanzen-Elfenbein (Phytelephas seemannii, Phytelephas macrocarpa) bekannt ist. Diese stachelige Palme, die nicht besonders ansprechend aussieht und 5 bis 6 Meter misst, braucht ungefähr 15 Jahre, um die ersten Früchte zu tragen. Von diesem Zeitpunkt an kann der Baum dreimal im Jahr geerntet werden.
Im Rohzustand ähnelt die Tagua einer Nuss, auch Mococha genannt, die wiederum voller kleiner Nüsse ist. Sie ist eine knochenfarbene, harte, glatte und matte Mandel mit ähnlicher Beschaffenheit wie das Elfenbein. Die Reifezeit der Nuss beträgt 6 bis 12 Monate. In dieser Zeit erhärtet der Samen, erreicht seine endgültige Größe und verändert seine weiße Farbe ins Hellbeige. Die reife Nuss ist zwischen 3 und 6 cm lang.
Schmuck und Zubehör aus Tagua begeistern Frauen aus aller Welt.
Die herausragenden Eigenschaften der Tagua als pflanzlichen Rohstoff, die sie zu einem so begehrten Produkt machen, sind ihre ungewöhnliche Härte und ihre elfenbeinähnliche Farbe.
Die Tagua wird seit der spanischen Kolonisation genutzt. Zunächst wurde die Steinnuss von den Siedlern für die Herstellung von Knöpfen, Schirmgriffen, Spazierstöcken, Pfeifen, Serviettenhaltern, Kämmen, Schachfiguren, Klaviertasten, Brieföffnern und anderer Utensilien verwendet.
Jahrhunderte später, mit der Erfindung des Kunststoffs, verlor die Tagua an Popularität. Dafür begann man, Gegenstände von hoher Qualität aus echtem Elfenbein herzustellen.
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Durch den Aufschrei der Umweltschützer in den letzten Jahren setzt sich die Natur wieder gegen das Künstliche durch und die tropischen Tagua-Wälder Kolumbiens wurden zum Lebensretter der Elefanten.
Die weltweite Tendenz des Umweltschutzes und das Verbot der Elefanten- und Nashornjagd zum Zweck der Elfenbeingewinnung hat, veranlassten die großen Modedesigner der europäischen und nordamerikanischen Haute Couture, wie Christian Dior, Yves Saint Laurent und Versace, neue Modekollektionen vorzuschlagen, bei denen natürliche Materialien mit verwendet werden. Dadurch wurde aus der bescheidenen Palme weltweit eine sehr beliebte Handelsware.
Wegen seiner Härte und Farbe ist die Tagua dem tierischen Elfenbein ähnlich.
Die kolumbianischen Kunsthandwerker sind Experten in der Verarbeitung der Tagua zu wahren Schmuckstücken. Die großen Künstler, die das Pflanzen-Elfenbein verarbeiten, kommen aus dem Ort Chiquinquirá, der etwa 3 Stunden von Bogotá entfernt im Departamento Boyacá liegt und wegen seiner berühmten Kathedrale und seiner Heiligen Jungfrau bekannt ist. Diese Künstler spezialisierten sich auf die Herstellung von dekorativen Miniaturen aus Tagua, wie Schachfiguren, Krippen, usw., von denen schon mehrere im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen sind.
Heutzutage benutzen die kolumbianischen Künstler dieses Material zur Erstellung aller Arten von Dekorationsgegenständen und Schmuck, wie Armreife, Bilderrahmen, Brieföffner, kleine Figuren und Accessoires wie Ohrringe, Halsketten, Armbänder usw., die das Interesse der Frauen aus aller Welt wecken.
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