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Die kolumbianischen Kunsthandwerker haben seit jeher großen Einfallsreichtum bei der Verwendung typischer Materialien für die Erarbeitung von Dekorationsstücken gezeigt, von Möbeln aus Guadua (Bambusart) bis zu Zubehör aus Kokos.
Je nach Region nutzen diese Genies des Kunsthandwerks die Rohstoffe, die sich in ihrer Reichweite befinden, um damit ihre Kunstgegenstände zu kreieren, zu erarbeiten und zu verkaufen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie handgefertigt und als fast exklusive Designstücke angesehen werden können.
Es gibt eine breite Anwendungspalette. Im Kaffee-Dreieck z.B. verwendet man Guadua (die wichtigste Bambusart) für so unterschiedliche Dinge wie beim Hausbau, für Hängebrücken, Möbel und Dekorationsgegenstände.
Kolumbien ist ein Beispiel vielfältiger Kulturen und jede hat ihre eigene Art des Kunsthandwerks.
Die Inselbewohner von San Andrés und Providencia wiederum, nutzen jedes Teil der Kokospalme, um Gefäße, Löffel, Armbänder, Gürtel, Lampen, usw. herzustellen.
In Boyacá, speziell in der Gemeinde Chiquinquirá, wird die Tagua (Steinnuss), die auch als Pflanzliches Elfenbein bezeichnet wird, von den Meistern zur Erstellung wahrer Schmuckstücke genutzt.
Ein weiteres, wunderbares Material, welches von den kolumbianischen Kunsthandwerkern verwendet wird, ist das Barniz de Pasto, wobei dünne, mit Pflanzenpigmenten gefärbte Harzfolien auf die Holzoberfläche aufgebracht werden. Das Harz, das man vom Mopa-Mopa – Baum gewinnt, wird gekocht, mit Pflanzenfarbstoffen eingefärbt und danach zu Folien gewalzt. Aus den so entstandenen farbigen Harzfolien werden Formen und Muster ausgeschnitten, die in dekorativer Form auf der Holzoberfläche befestigt werden und es entstehen so schöne Gegenstände wie u.a. Tabletts, Teller, Krüge, Dosen, Löffel, Aschenbecher.
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