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Die Pferdchen von Ráquira, Glocken, Gefäße, nein, einfach alle Töpferwaren dieses Dorfes spiegeln die Liebe von hunderten von arbeitenden Händen wider.

Ayca Calistan

aus der Türkei

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Töpferwaren aus Ráquira: Die Töpfererde wird zum Kunstwerk

  • Wo werden sie hergestellt? In Ráquira, Boyacá
  • Gegend: Andenregion
  • Rohstoff: Ton
Glocken aus Ton aus Ráquira /Foto: Mario Carvajal/

Glocken aus Ton aus Ráquira /Foto: Mario Carvajal/

Zu den Hauptaktivitäten der präkolumbischen Dörfer gehörte das Töpferhandwerk. In Töpfen, Krügen und Gefäßen wurde Wasser, Mais und Salz aufbewahrt und in ihnen wurde die Chicha (alkoholisches Getränk auf Maisbasis) fermentiert und Speisen zubereitet.

Maisbasis) fermentiert und Speisen zubereitet. Seit damals waren Gefäße aus Ton und Lehm nicht nur Nutzgegenstände der Völker, die sie herstellten, sondern bekamen auch einen gewissen magischen Wert, da Keramik als Zusammenspiel der vier Elemente des Universums Wasser, Luft, Tonerde und Feuer galt und heutzutage immer noch gilt.

Die aufs Töpferhandwerk spezialisierte, kolumbianische Gemeinde ist Ráquira, ein Dorf im Departamento von Boyacá.

Als die spanischen Eroberer 1537 nach Ráquira kamen, was in der Chibcha-Sprache Stadt der Töpfe bedeutete, und von der Vielfalt an Gegenständen aus Keramik, die von den Ureinwohnern mit außerordentlicher Fingerfertigkeit erstellt wurden, beeindruckt waren, gaben sie dem Ort den Namen Töpferdorf.

Heutzutage ist in Ráquira jeder Quadratmeter mit Keramikgegenständen gefüllt, die in traditioneller Art von Expertenhänden aus Bergen von Ton geformt werden: Töpfe, Krüge, Sparschweine und jegliche Art von Gebrauchsgegenständen.

Der Rohstoff

In den Töpferwerkstätten von Ráquira werden folgende Arten von Ton eingesetzt: Schwarze Tonerde, die einen beachtlichen Anteil an Kohle enhält, weißer und gelber Ton und Lehm, der Eisenoxid enthält.

Sparschweine aus Ton von Ráquira /Foto: Mario Carvajal/

Sparschweine aus Ton von Ráquira /Foto: Mario Carvajal/

Die Tongewinnung erfolgt in regelmäßigen Abständen, i.d.R. zweimal im Jahr in den entsprechenden Trockenzeiten, zwischen Juni und August sowie Dezember und Februar, da in der Regenzeit die Minen voll Wasser laufen.

Weitere zur Töpferwarenherstellung verwendete Rohstoffe sind aus Flüssen und Bächen der Umgebung gewonnener Sand und Steinkohle, die aus dem Bergwerk von Guachetá im Departamento von Cundinamarca kommt.

Drei traditionelle Arten von Töpferwaren aus Ráquira

Gebrauchsgeschirr aus Nutzsand:
Besonders widerstandsfähiges Geschirr, das durch seinem hohen Anteil an Sand zu einem sehr feuerfesten Gebrauchsgegenstand wird: Hierzu gehören Töpfe, Bütten, Schmortöpfe, Pfannen, usw.
Maiskorn-Geschirr:
Spielzeug- und Miniaturgeschirr, das so klein wie Maiskörner ist und für Zeremonielle verwendet wurden, z.B. als Opfergaben, Glücksbringer für Leben und gute Arbeit: Teller, Tassen, Pfeifen in Form von Hennen, usw.
Sog. Fingergeschirr:
Sowohl Kindergeschirr als auch Gebrauchsgegenstände wie Aschenbecher, Sparschweine, Leuchter, Likörausschenkgefäße, kleine Krüge, Bonbondosen usw. oder rein dekorative Gegenstände wie Pferdchen, Krippen, menschliche Figuren, Bilder mit religiösen Darstellungen, usw.

Über 500 Familien von Ráquira widmen sich dem Töpferhandwerk und arbeiten mit Ton und Lehm.

Heutzutage hat sich Ráquira durch die enorme Vielfalt an Keramikgegenständen und einer anerkannten Kunsthandwerksschule, die zukünftige Töpfer ausbildet, zur Töpferstadt Kolumbiens herauskristallisiert.

Außer den traditionellen, typisch kolumbianischen Keramikgegenständen wie anthropomorhe und zoomorphe Figuren, die unsterblichen Pferdchen von Ráquira, Krippen, Puppen, Küchenutensilien, bieten die Töpfer ständig neue Entwürfe ihrer Produkte an, die sich der Nachfrage der Käufer anpassen: Blumentöpfe, Kaffee- und Teeservice, dekorative Keramiken, und dergleichen, wobei die Kreativität der Kunsthandwerker von Ráquira grenzenlos ist.

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