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Handwerkliche Töpferkunst
Das Wort Keramik ist aus dem Griechischen „Keramikos” abgeleitet und bedeutet gebrannte Substanz. Die kolumbianischen Kunsthandwerker bearbeiten den Ton, den Rohstoff der Töpferei, mit großer Fingerfertigkeit zu einzigartig geformten Stücken.
Im Departamento von Boyacá zeichnen sich besonders die Einwohner von Ráquira seit vielen Jahren für die Ausübung des Töpferhandwerks aus und folgen damit der Tradition der Chibchas (ehemaliger Volksstamm der Hochebene), für die dieses Handwerk Erwerbsgrundlage war.
Generell benutzen die Töpfer Brennöfen für ihre Töpferwaren.
Ein anderer kolumbianischer Ort, der für seine Töpferkunst bekannt ist, ist die Gemeinde La Chamba im Departamento Tolima. Hier haben sich die Töpfer auf die Verarbeitung von schwarz-roten Töpferwaren spezialisiert. In La Chamba ist Töpfererde Lebensgrundlage der Handwerker.
Die Dörfer in der Nähe von Ráquira und Tinjacá wurden von den spanischen Historikern Pueblos de olleros (Töpferdörfer) genannt, wegen der Weiterverbreitung und außerordentlichen Qualität der Töpferkunst.(BLAA-Bibliothek Luis Angel Arango)
Das Töpferhandwerk gibt ein allgemeines Panorama der kolumbianischen Volkskunst wieder und den bedeutenden Einfluss, den die Chibcha-Ureinwohner und Spanier in dieser Handwerkskunst genommen haben. Sie ist Ausdruck der Rassen- und Kulturmischung, die unser Land durchlebt hat.
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