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Fique de Guacamayas (Untersetzer aus Agavenfasern)
Die Korbflechterei ist eine textile Handarbeit, bei der die talentierten kolumbianischen Kunsthandwerker mit Geschicklichkeit und Feingefühl Blumenvasen, Körbe, Frischhaltekrüge, Wiegen, Obstschalen, Taschen und Hüte herstellen.
Die Handwerkstechnik ist das Ergebnis einer generationsübergreifenden Tradition. Sie entstand durch die Notwendigkeit an Gefäßen für die Lagerung und Aufbewahrung von Lebensmitteln der Nomaden. Die Frau war immer für das Sammeln verantwortlich und der Mann für die Jagd, weshalb dieses Handwerk immer eine reine Frauenarbeit war.
Korbflechten kann man als Technik ansehen, bei der die Natur in materielle Kunst verwandelt wird.
Die Korbflechterei wurde zu einem erfolgreichen Handwerk dieser Menschen.
Zum reichhaltigen Angebot an kunsthandwerklichen Gegenständen gehört das Korbgeflecht von Guacamayas, einem Dorf in Boyacá, in dem die aus Fique de maguey (amerikanische Agave) gewonnene Pflanzenfaser von Bäuerinnen für Körbe und andere Utensilien verwendet wurde. Derzeit beschäftigen sich ungefähr 400 Frauen mit diesem Handwerk, für die es sowohl eine wichtige Erwerbsquelle ist, als auch zu ihrem Selbstbewusstsein beiträgt, da es zu großer Kreativität beiträgt.
Dann gibt es den indigenen Waunana-Volksstamm, der im Regenwald an der kolumbianischen Pazifikküste lebt und eine Korbflecht-Technik anwendet, bei der die Fasern der noch ungeöffneten Blätter der Güérregue-Palme benutzt werden. Diese weiße Faser wird mit anderen Fasern, die mit pflanzlichen Farbstoffen gefärbt werden, kombiniert. Dazu zählen die rötlich färbende Achiote, die Frucht des Orleanbaumes, und der Saft der Jenipapo-Frucht, die Schwarz dazugibt.
Die Kunstgegenstände aus Werregue sind einzigartig in Amerika und Kolumbien und stammen vermutlich aus Afrika.
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