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Das berühmte, prachtvolle Muisca-Floß so dicht vor sich zu haben, versetzt einen in die mystische Lagune vom El Dorado.

Edgar Chapa

aus Mexiko

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Balsa Muisca: Symbol des El Dorado

Die Balsa Muisca (das Muisca-Floß) im Goldmuseum von Bogotá

Die Balsa Muisca (das Muisca -Floß) im Goldmuseum von Bogotá

Gold als heiliges Metall, Empfänger der Sonnenenergie, lebensspendender Stern und Quelle der Fruchtbarkeit in der Kosmogonie der präkolumbischen Kulturen, war von tiefer Bedeutung. Die Gegenstände aus Gold wurden nicht als Symbole des materiellen Reichtums angesehen, sondern bekräftigten das Ansehen und dienten als religiöse Opfergaben.

Auf das Floß setzten sich auch die wichtigsten Häuptlinge, die mit Federn, Kronen, Armbändern, Anhängern und Ohrringen aus Gold geschmückt waren und jeder von ihnen nahm eine Opfergabe mit.

Die Balsa Muisca (das Muisca -Floß)

Dieses wundervolle Stück als bestes Beispiel für eine Votivfigur (Opfergabe), ist 19,5 cm lang, 10,1 cm breit und 10,2 cm hoch. Das Stück wurde in der Spätzeit der Muisca-Kultur zwischen dem 12. und 15. Jh. n. Chr. geschaffen.

Auf der Mitte des Floßes steht eine bedeutende Persönlichkeit von hervorstechender Größe und soll den Häuptling darstellen. Die Hauptfigur ist von 12 weiteren, kleinen Figuren umgeben.

Einige tragen Stöcke, die vorderen haben zwei Jaguarmasken Jaguar und Rasseln eines Schamanen in ihren Händen und die kleinsten Figuren, die am Floßrand stehen, kann man als Ruderer erkennen.

Das Muisca -Floß wurde aus einem Stück mit einer speziellen Technik, als Cera perdida bezeichnet, in einer Tonform geschmolzen: Die Figur wird in Wachs gearbeitet und von einer Tonform umgeben. Die Form wird erhitzt, das Wachs schmilzt, fließt raus, und in den Hohlraum wird das flüssige Gold gefüllt. Das Metall ist eine Mischung aus hochgradigem Gold (über 80%), einheimischen Silber und einer Kupferlegierung.

Zur Entdeckung des Muisca -Floßes

Das Muisca-Floß wurde 1856 von drei Bauern in einer Höhle in der GoldschmiedegemeindePasca , die südlich von Bogotá liegt, mit noch weiteren, zahlreichen goldenen Gegenständen gefunden. Es befand sich in einem Tongefäß, das die Form eines sitzenden Schamanen hatte, der mit den Händen an seinem Kinn aussah, als ob er nachdachte.

Als der Fund in Pasca bekannt wurde, war dem Pfarrer des Ortes sofort dessen Bedeutung als Kulturerbe bewusst und verteidigte ihn gegen eine mögliche illegale Ausfuhr oder seines Einschmelzens.

Das Muisca-Floß wurde vom Goldmuseum erworben und seitdem ist es in Bogotá ausgestellt.

Der Museumsbesuch wird mit einem Ritual gekrönt: Es versetzt die Besucher in die Zeit des legendären El Dorado zurück.

Das sagenhafteste Stück des Museums hat das Land noch nie verlassen, nicht einmal in einer der fast 200 Wanderausstellungen, mit denen das Museum das kolumbianische Kulturerbe der erstaunten Welt bekannt macht.

Zur Legende vom El Dorado

Die Legende bezieht sich auf die Ernennung des neuen Häuptlings, dem sog. Herrn von Guatavita (jedoch wurde das Floß nicht in Guatavita gefunden) und dem berühmten Zeremoniell vom El Dorado . Den Chroniken zufolge wurde der Neffe eines gestorbenen Muisca -Häuptlings als sein Nachfolger vom Volk anerkannt und dies wurde mit einer Zeremonie ausgedrückt, die darin bestand, auf einer Floßfahrt Goldstücke und Smaragden als Opfergabe in die Lagune zu werfen.

Die Balsa Muisca (das Muisca-Floß) im Goldmuseum von Bogotá

Die Balsa Muisca (das Muisca -Floß) im Goldmuseum von Bogotá

Vor der Machtübernahme musste der junge Mann eingeschlossen in einer Höhle bleiben. Am Tag der Zeremonie wurden an den Ufern der Lagune vier glühende Kohlenbecken aufgestellt, in denen man Moque (indianischen Weihrauch), Harze und andere Duftstoffe verbrannte, um mit dem entstehenden Rauch das Tageslicht abzudecken. Zur gleichen Zeit entkleideten die Priester den Häuptling, salbten ihn mit einem klebrigen Gemisch aus Erde und Goldstaub ein. Dann stieg der Häuptling auf ein Floß. Zu seinen Füßen wurde eine Menge an Gold und Smaragden gelegt

Als das Floß vom Ufer ablegte, begann man Musik zu machen, mit Pfeifen, Trompeten, Flöten und Gesang, bis das Floß in der Mitte der Lagune ankam. Dann wurde die Fahne gehisst, damit Ruhe einkehre. Der Häuptling warf die Opfergaben in die Lagune und sprang dann selbst ins Wasser. Das Floß kehrte ans Ufer zurück und es begann das Fest zu Ehren des neuen Nachfolgers als Häuptling und Prinz.

Weitere Informationen finden Sie in der Internetseite: Goldmuseum von Bogotá

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