So viel archäologischer und anthropologischer Reichtum an einem einzigen Ort? Das hat man nur in Kolumbien und genauer im Calima-Darién-Museum.
Daysike Moriya
aus Japan
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Im Archäologischen Museum Calima Darién
Großes Staunen: Das ist wohl das Wort, welches beschreibt, was die Besucher des Archäologischen Museums Calima Darién, eine kleine, archäologische Perle im Südwesten Kolumbiens, im Zentrum vom Valle del Cauca, empfinden.
Das Archäologische Museum Calima Darién wurde 1981 gegründet und ist der einzige Ort mit einer wissenschaftlich fundierten Sammlung, die sich gleichzeitig als Forschungszentrum für Archäologen entwickelt hat. Auf seiner Ausstellungsfläche von 15.000 m² bewahrt das Museum ca. 2.500 Stücke von verschiedenen Kulturen und präkolumbischen Zivilisationen der südwestlichen Region Kolumbiens auf, vorwiegend aus der Gegend von Calima Darién, die für Grabsuche von Bedeutung ist
Die Calima-Kultur setzt sich aus einer Gruppe von alten Kulturen zusammen, die das Departamento Valle del Caucabewohnt, aber nicht gleichzeitig zusammen gelebt haben.
Die Ilama- und Yotoco-Kultur hatten viele gemeinsame Merkmale. In der Keramik kann man Ähnlichkeiten in den Formen feststellen und im Goldschmiedehandwerk gibt es Gegenstände aus Gold, die mit gleichen Techniken, bei denen das Metall gehämmert oder getrieben wird, erarbeitet wurden. Dennoch gibt es auch wesentliche Unterschiede.
Charakteristisch für die Keramik aus dieser Epoche ist die Verwendung von Rot und Schwarz. Innerhalb der kosmogonischen Darstellungsform wurden mystische Persönlichkeiten in Keramik gestaltet.
Die Töpfer der Yotoco-Kultur erweiterten die Farbenpalette bei der Keramikherstellung, indem sie die Technik der Polychromie anwandten. Was die Goldgegenstände betraf, waren diese viel verbreiteter als in der Ilama-Kultur. Somit wurde die Kosmogonie in den Goldgegenständen und nicht in der Keramik ausgedrückt.
Die vier Volksstämme, die nacheinander die Region bewohnt haben, waren Ilama, Yotoco, Sonso und Malagana.
Die Menge an Tonfiguren ist nicht so reichlich und auch Metallgegenstände sind selten. Die Goldarbeiten waren nicht von so guter Qualität wie die der vorigen Kulturen, da Gold mit Kupfer gemischt wurde. Gleichermaßen merkt man einen krassen Wechsel bei den Bearbeitungstechniken: Das Hämmern verschwindet fast und dafür setzt sich das Gießen durch.
Die Malagana-Keramik ist fein und glatt. Es gibt v.a. Okarinen, Krüge zum Auffangen und Aufbewahren von Flüssigkeiten und die Alcarrazas (runde Gefäße mit zwei Ausgüssen, die durch einen Henkel miteinander verbunden sind). In der Keramik überwiegen die Farben Weiß und Terrakotta.
Im Archäologischen Museum Calima Darién kann man viel mehr als nur einen Rundgang durch seine Ausstellungsräume machen: Es bietet die Gelegenheit einer wahren Reise durch die zehntausendjährige Geschichte. Die Führung kann mit Folgendem ergänzt werden:
Für weitere Information: Internetseite der Banco de la República (Zentralbank); Internetseite vomINCIVA (Institut für Forschung und Erhaltung des Kultur- und Naturerbes vom Departamento Valle del Cauca)
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