Santander ist das Land des Abenteuers, aber auch der wunderschönen Dörfer mit weiß getünchten Häusern, mo man meinen könnte, die Zeit sei mit ihrer Geschichte in seinen Mauern stehen geblieben.
Abril Furlani
aus Chile

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Wo immer das Auge hinschaut: Santander bietet atemberaubende Landschaften. / Foto: Natalia Gómez Carvajal.
Santander, allein der Name erinnert schon an die Helden und Befreier aus dieser Region und ist gleichzeitig das Synonym für Abenteuer, Adrenalin und Emotion. Am Himmel fliegen Menschen wie Vögel an Bord eines Gleitschirms; in Wasserfällen und an Felswänden wie Insekten an Harnischen hängend, in Höhlen und auf Flüssen wie Fische an Bord von Booten.
Santander befindet sich im Osten Kolumbiens und gehört zu den beeindruckendsten Regionen des Landes aufgrund seiner Ebenen, Berge, Schluchten, Flüsse und Höhlen. Aus dieser Vielfalt ergeben sich verschiedenartige Klimazonen, die meisten davon mäßig bis warm, mit Winden, die die Berghänge streifen.
Die Seilbahn über der Schlucht Cañón de Chicamocha ist die längste in Südamerika.
Zu den größten Attraktionen des Departamentos Santander gehört die Schlucht Cañón de Chicamocha, die aufgrund ihrer Schönheit mit dem Grand Canyon von Colorado in den Vereinigten Staaten verglichen wird und von einer 6,3 km langen Seilbahn und damit der längsten von Südamerika, durchquert wird. Sie ist der Ausgangspunkt für eine Reihe von Abenteuersportarten und unerwarteten Emotionen, die den Touristen in dieser farbenprächtigen Landschaft einen Moment lang regelrecht den Atem rauben.
Während eines Gleitschirmfluges kann man die beeindruckende Stadt Bucaramanga von oben sehen. / Foto: Natalia Gómez Carvajal.
Mit ihren breiten Alleen und ihrem vitalen Geschäftsleben präsentiert sich Bucaramanga als eine Metropole, die von dem intensiven Grün ihrer vielen Bäume gesprenkelt ist und sich damit den Namen Stadt der Parks verdient hat. Die Hauptstadt des Departamentos von Santander weist ein solides Angebot an Hotels und Restaurants auf, das auf die verschiedenen Touristenprofile abgestimmt ist und auch mit ausgezeichneten Golf-Anlagen aufwarten kann. Diese Vorteile, in Verbindung mit einem regen Handels- und Industriesektor, machen die Stadt zu einem exzellenten Ziel für Geschäfts-Reisen.
Santander verbindet die Modernität seiner Hauptstadt mit der Schönheit seiner kolonialen Dörfer.
Weiterhin anerkannt als bedeutende Universitäts- und Industriestadt sind ihre Einwohner der Inbegriff für charakterlich starke Persönlichkeiten, und es waren sie, die einst einen entscheidenden Beitrag zur Unabhängigkeit von Kolumbien geleistet haben, angeführt von Manuela Beltrán, die die Kapitulation der spanischen Krone erreichen konnte und dadurch im Volksmund den Namen Socorro (Retterin) bekommen hat.
Auf 1.000 M.ü.d.M. gelegen weist die Region starke und das ganze Jahr über konstante Winde auf, also ideal für das Gleitschirmfliegen an den Hängen der Berge, die sie umgeben.
Im Kontrast zur modernen Hauptstadt steht das koloniale Dörfchen Barichara mit seiner unvergleichbaren Schönheit und der Bewahrung seiner Architektur. Seine kleinen, im andalusischen Stil errichteten Häuser haben weiß getünchte Wände, rote Dachziegel und Böden aus gelblichem Stein und sind damit einmalig auf der Welt. Sie zeigen mit Stolz die Geschicklichkeit ihrer Steinmetze, die dieses Dörfchen mit großer Geduld Stein auf Stein errichtet haben.
Die Friedlichkeit, die man beim Schlendern durch die Gassen spürt, findet ihren Höhepunkt an einem traumhaften Aussichtspunkt, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf die unermessliche Schönheit der Landschaft von Santander geboten bekommt. Im zum Nationaldenkmal erklärten Barichara findet man diskrete Kunsthandwerksläden, Boutiquehotels, geschichtsträchtige Kirchen und Personen, die von den goldenen Zeiten des Dorfes erzählen.
Diese zerklüftete und stets überraschende Landschaft von Santander ist eine beliebte Kulisse für risikofreudige Sportler. Wasserfälle mit einer Höhe von mehr als 70 Metern, Höhlen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, für Kletterer herausfordernde Felswände, unberechenbare Wildwasserflüsse und zerklüftete Terrains für interessante Wanderungen sind die Möglichkeiten, die sich jedem Touristen bieten.
Santander gehört zu den auf der Welt beliebtesten Reisezielen für Gleitschirmfliegen, dank seiner das ganze Jahr über wehenden thermischen Winde. Zu den besten Orten zählen Tumba del Alemán in der Schlucht Cañón del Chicamocha, La Mesa de Ruitoque, Curití oder La Mesa de los Santos. Letzterer bietet auch Möglichkeiten zum Felsklettern mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Santander ist das Departamento für Speläologie, Canyoning, Wandern, Gleitschirmfliegen, Rafting und Felsklettern.
Für die Liebhaber von Speläologie gibt es bereits erforschte Höhlen, die sowohl für Laien als auch für berufliche Speläologen geeignet sind. Dazu gehören die Caverna del Yeso und La Vaca bei Curití, die Cueva del Indio, Cueva Antigua und El Hoyo de los Pájaros. In den Wasserfällen der Schlucht Chicamocha, Juan Curí und Pinchote werden ideale Bedingungen zum Canyoning und Abseilen geboten.
Und nicht zuletzt kann man ungeahnte Emotionen erleben, wenn man gegen die Strömungen und Kehrwässer der Wildwasserflüsse kämpft, ob beim Rafting oder beim Kajakfahren. Hierfür bieten sich die Flüsse Fonce mit Schwierigkeitsgrad III, Suárez mit bis zu V und Chicamocha mit IV bis V an.
Portal de Turismo de Santander(Tourismusportal)
http://www.visitasantander.co
Carrera 19 N° 36-20 Tel: + 57 (7) 652 7000 Fax: + 57 (7) 652 7000
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