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Villa de Leyva: Religiöse, historische und kulturelle Schatzkammer

Hauptplatz von Villa de Leyva

Hauptplatz von Villa de Leyva

Wäre da nicht das frische Klima, könnte man sich bei der Ankunft in Villa de Leyva in Andalusien wähnen. Der Eindruck ist sehr ähnlich. Weiße Fassaden, große Fenster und Türen aus Holz, schöne, maurisch beeinflusste Balkons, setzen die Akzente der spanischen Tradition.

Villa de Leyva wurde 1572 gegründet und nach den spanischen Architektur-Normen gebaut. Z.B. ein Tal, als der gleiche Standort für eine Stadt, ist wohl eine emotionale Begegnung zwischen der neuen Welt und den Orten in Spanien. Zwar hat die lange Geschichte der Mittelmeerstädte den Eroberern dabei geholfen, den Hauptplatz und das Straßennetz zu beeinflussen, das Herz dieser Stadt aber gehört zweifelsohne seinem Departamento von Boyacá. Darauf beruht die Anmut und der Charakter von Villa de Leyva.

Die steinbepflasterten Gassen geben dem Ort den magischen Hauch einer Welt, die voller Geschichten und Legenden steckt.

Der riesige Hauptplatz ist 14.000 m² groß. In der Zeit der Wiedereroberung wurden hier mehrere Schafotte aufgestellt, um die Freiheitskämpfer zu enthaupten. Heutzutage wird der Platz für Festivals und Wettkämpfe genutzt: Das Drachenfestival im August, dem Monat der Winde, Ausstellung von Motorrädern der großen Hubklasse, das Zwiebelfestival im Oktober, Das Lichterfest im Dezember, bis hin zum astronomischen Festival, dank der strategisch günstigen Lage Villa de Leyvas.

In Villa de Leyva anzukommen, sich Mütze, Handschuhe und die ruana de lana (typischer Wollponcho) überzuziehen und eine heiße Schokolade mit einem Stück Käse in einem der Cafés am Hauptplatz zu genießen, ist wie ein Schritt zurück in die Vergangenheit, wenn man durch die mit steinbepflasterten Gassen schlendert, die herrlichen Innenhöfe der Häuser aus dieser Epoche bewundert, oder einfach einen Augenblick stehen bleibt, um tief durchzuatmen und dabei in die dahinter liegende Bergkette zu schauen, an deren Fuß sich die Hauptkirche des Ortes versteckt. Dieses Dorf, mit seinem authentischen Kolonialstil, ist ein unvergesslicher Eindruck und die Rückkehr zu den Wurzeln, wo sich Religion, Architektur und grüne Landschaft mit der Leidenschaft des Departamento von Boyacá vermischen.

Villa de Leyva mit seinen weißen Fassaden

Villa de Leyva mit seinen weißen Fassaden

Was gibt es in Villa de Leyva zu unternehmen?

Sehenswürdigkeiten im Dorfinneren:

Hauptplatz:
Er ist das Stadtzentrum, gänzlich steinbepflastert und mit seinen 14.000 qm gilt er als größter städtischer Platz Kolumbiens. Dort befindet sich die Pfarrkirche, die in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gebaut wurde.
Casa del Cabildo:
Das an der Südseite des Hauptplatzes gelegenen Gebäude, gehört zu den historischen Heiligtümern der Kleinstadt.
Casa de Nariño:
In diesem Haus starb am 13. Dezember 1823 Antonio Nariño, der Vorreiter der Unabhängigkeit.
Casa de la primera fábrica de destilaciones del Nuevo Reino de Granada (Erste Schnapsbrennerei des Neuen Reiches von Granada):
Auch bekannt als Real fábrica de Licores (Königliche Schnapsbrennerei), eine der ersten Brennereien Kolumbiens.
Casa de Vargas Tejada:
Sie liegt eine Straßenecke nördlich von der Schnapsbrennerei und war das Haus, in dem der Dichter und Dramaturg Luis Vargas Tejada gelebt und hier sein Werk Las convulsiones verfasst hat.
Geburtshaus von Ricaurte:
In Verehrung und Bewunderung des Helden von San Mateo erwarben 1970 die FAC (kolumbianische Luftstreitkräfte) dieses Gebäude und verwandelten es ihrem Patron zu Ehren in ein Militärmuseum.
San Agustín:
Auf dem Platz von Ricaurte befindet sich das ehemalige Kloster San Agustín, welches 1850 gegründet wurde.
San Francisco:
Ein 1614 gegründetes Franziskanerkloster, welches von seinen Bewohnern 1821 verlassen wurde.
Convento de las Carmelitas Descalzas (Kloster der barfüßigen Karmeliterinnen):
1645 gegründet und seitdem von Nonnen in ewiger Abgeschiedenheit bewohnt, die sich völlig dem Beten und Handarbeiten hingegeben.
Iglesia de Nuestra Señora del Carmen (Kirche Unserer Heiligen Frau von Carmen):
1850 erbaut und eine authentisch andalusische Kreuzung zweier Kapellen. Die kleinere ist die einfache und der Jungfrau von Carmen gehuldigt. Die größere allgemein bekannt als Iglesia de Mamá Linda (Kirche der schönen Mama).
Haus des General Gustavo Rojas Pinilla:
An der südöstlichen Ecke des kleinen Platzes Plazuela del Carmen befindet sich das Haus, welches vom ehemaligen Präsidenten Rojas Pinilla bewohnt wurde.
Paläontologisches Museum:
Am Ausgang des Dorfes, auf dem Weg in Richtung Arcabuco, findet man die älteste Getreidemühle Kolumbiens. Heute ist sie ein Museum, in dem Versteinerungen von über 120 Millionen Jahren ausgestellt sind.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Villa de Leyva:

In Villa de Leyva findet man ausgewähltes Kunsthandwerk

In Villa de Leyva findet man ausgewähltes Kunsthandwerk

El fósil:
Auf dem Weg nach Santa Sofía, nach 5,5 km, befindet sich ein Museum, in dem eine beeindruckende, 20 Meter hohe und 120 Millionen Jahre alte Versteinerung eines Kronosaurus quensladicus ausgestellt ist.
El infiernito (Die kleine Hölle):
Ebenfalls in Richtung Santa Sofía, nach 8 km, trifft man auf das Astronomisches Zentrum des Muisca-Volksstammes, wo Fragmente des Observatoriums und phallische Monolithen als Symbol der Fruchtbarkeit zu sehen sind.
Cueva de la fábrica:
Weiter auf der gleichen Strecke nach Santa Sofía, nach 20 km, hat ein unterirdischer Fluss eine natürliche Höhle gebildet, die bestens zur Höhlenforschung geeignet ist.
Cascadas de La Periquera:
Auf dem Weg nach Gachantivá, nach 14 km, kann man wunderschöne, bis zu 15 Meter hohe Wasserfälle bewundern.
Pozo de la vieja (Brunnen der Alten):
Dieser Ort, der sich ebenfalls auf dem Weg nach Gachantivá, nach 6 km, befindet, hat seine eigene Legende.
Die Lagune von Iguaque:
Eine halbe Stunde von Villa de Leyva entfernt, beginnt der Aufstieg zu Fuß zur Lagune, die auf 3.800 Meter ü.d.M. liegt und wo der Geschichte nach die Muisca-Kultur ihren Ursprung hat. Ein wunderbarer Ort voll Ruhe und Besinnlichkeit, den es lohnt zu besuchen.
Die Wüste von Villa de Leyva:
Kurz vor Villa de Leyva liegt auf der linken Seite eine Wüste, die sich für Motocross und Mountainbike eignet und wo man auch heute noch nach Versteinerungen suchen kann.
Ráquira:
Auf dem Weg nach Chiquinquirá gelangt man zu diesem Ort, der für sein Töpferhandwerk und seine Weberein bekannt ist.
Straußen-Farm:
In Richtung Fósil nach 4 km, liegt das Anwesen Sopota, wo man die industrielle Aufzucht von Straußen-Vögeln kennen lernen, ihr gesundes Fleisch genießen und sich bei den Wettrennen vergnügen kann.
Pozos azules (Die blauen Brunnen)

Pozos azules (Die blauen Brunnen)

Villa de Leyva bietet folgende weitere Betätigungen:

  • Ökologische Wanderungen
  • Fahrradtouren
  • Ausritte
  • Höhlenforschung
  • Rappel (Abseilen)
  • Canyoning (Schluchtbegehungen)

Weiterhin gibt es ein vielfältiges Angebot an Restaurants, Museen, Kunsthandwerksläden und Künstlerateliers. Villa de Leyva ist eine Gemeinde im Kolonialstil, ideal, um dort seinen Urlaub zu verbringen.

Möchten Sie mehr Wissenswertes über dieses entzückende Dörfchen im Departamento Boyacá erfahren?

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