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Das kolumbianische Landschaftsbild wird von einer bemerkenswerten Farbmischung geprägt. Hier bestimmt die Farbe Weiß den Grundton, mit den zahlreichen, schneebedeckten Bergen, von denen einige nicht nur das Panorama verschönern, sondern auch die Funktion besitzen, alpine Bergsteiger heraus zu fordern und Naturtouristen die Möglichkeit zu bieten, sich ihnen zu nähern, damit sie die eisigen Gebiete der kolumbianischen Landschaft kennen lernen können.
Einige Gipfel sind für Menschen unerreichbar, wie die Sierra Nevada de Santa Marta in der Karibik. Andere wiederum, zu denen die Sierra Nevada del Cocuy Güicán gehört, sind ein beliebtes Reiseziel für Touristen und Ökologen, die dort auf ihren Höhen lange verweilen können, fernab des Lärms und in unmittelbarer Nähe der schweigsamen Landschaft, die absoluten Frieden vermittelt.
Die Sierra Nevada del Cocuy befindet sich in den Departamentos von Boyacá, Casanare und Arauca im Osten von Kolumbien.
Die Sierra Nevada del Cocuy ist ein Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 306.000 km² und 23 Bergen mit schneebedeckten Gipfeln und einem Landschaftsbild, das geprägt ist von Kaskaden, Lagunen, typischer Páramo-Vegetation wie den Frailejones (andentypische, gelb blühende, wollig behaarte Halbsträucher) und einigen Vertretern der typischen Fauna, wie dem Elch, dem Brillenbär, dem Andenkondor, dem Adler und den Páramo-Hirschen.
Fast jeder dieser phantastischen Orte der Bergkette ist zu Fuß zu erreichen, unter der Voraussetzung, dass man von erfahrenen, ortskundigen Führern begleitet wird. Diese gehören rechtlichen und etablierten Firmen in Bogotá oder in den Gemeinden El Cocuy oder Güicán an. Auf diese Art ist es viel einfacher, zu diesen Orten, die zu den spektakulärsten in Kolumbien gehören, zu gelangen. Und man steckt voller Hoffnung, dass hier die globale Erderwärmung niemals ihre Auswirkungen haben wird.
Um dieses Erlebnis mit Leib und Seele voll auszukosten, sollte man mindestens mit einer Woche für die Tour durch diese Gegend rechnen. Und es ist nur in der Trockenperiode möglich, denn in der Regenzeit ist das Gebiet unzugänglich und die Sichtverhältnisse liegen praktisch bei Null. Auch wenn sich in dieser Zone, wie überall auf der Welt, das Klima im Lauf der Jahre geändert hat, kann man von zwei Saisons im Jahr ausgehen, in denen man die Landschaft erforschen kann: Im Juli/August und zwischen Dezember und Februar. Und zu den nahe gelegenen Gemeinden El Cocuy oder Güicán kann man saisonunabhängig gelangen. Man muss dann eben nur geduldig warten, bis die günstige Zeit zur Eroberung der Berge kommt.
Zu den Orten, die Sie unbedingt besuchen sollten, gehören u.a. die Lagune von La Plaza, die Große Lagune der Sierra, die Púlpitos del Diablo (die Teufelskanzeln) und der Gletscher Pan de Azúcar.
Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist lang und hängt davon ab, ob man zu den abgehärteten alpinen Bergsteigern zählt oder eher bescheidener Naturtourist ist. Zu den unumgänglichen Zielen gehören die Lagune von La Plaza, die Große Lagune der Sierra, die Schneefelder der Púlpitos del Diablo (die Teufelskanzeln), der Gletscher Pan de Azúcar, die Gipfel Toti, Cóncavo und Portales und die am meisten beeindruckende Schneekuppe des Cocuy, die Ritacuba Blanco, die auf herausfordernden 5.330 Metern ü.d.M. liegt.
Der Aufstieg zu den höchsten Berggipfeln bleibt nur professionellen Bergsteigern vorbehalten, aber sich den Schneegrenzen zu nähern, um in das enorme Panorama der Sierra Nevada del Cocuy Güicán einzutauchen, ist ein für jeden naturbegeisterten Abenteurer erreichbarer Traum. Man muss sich lediglich vor Reiseantritt in einer der Geschäftsstellen der Naturparkorganisation anmelden und den Empfehlungen der Führer vor Ort folgen.
Von Bogotá aus startend fährt man auf der Nord-Autobahn in Richtung Duitama im Departamento von Boyacá (240 km). Von dort aus geht es weiter auf der Landstraße, die den Nordosten des Departamentos durchquert und dabei kommt man durch die Orte von Santa Rosa de Viterbo, Cerinza, Belén, Susacón und Soatá. Von hier aus hat man zwei Möglichkeiten, um das Ziel zu erreichen: Entweder man fährt nach Capitanejo (Santander) oder, was eher zu empfehlen ist, da diese Landstraße in besserem Zustand ist, von Soatá über Boavita, La Uvita, San Mateo, Guacamayas, Panqueba nach El Cocuy oder Güicán.
Von diesen letzteren zwei Dörfern aus kam man sich auf vier Routen, die zu verschiedenen Schauplätzen der majestätischen Sierra Nevada führen, begeben. Jede Variante schließt den Transport mit einem Geländewagen auf Schotterstraßen und der weiteren Fortbewegung zu Pferd oder Fuß ein. Man muss mit mindestens einer Stunde rechnen, bis man zur Schneegrenze kommt:
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