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Im geographischen Herzen von Kolumbien liegen wunderbare Orte voller Geschichten, Mythen und Legenden. In Cundinamarca haben die Muiscas Legenden hervorgebracht, die den Ursprung der Welt erklären. So wie im Fall der Legende des Wasserfalles Salto de Tequendama oder dem Ursprung des Muisca-Volkes oder der der Lagune von Guatavita.
Nach einer Fahrt von 65 km von Bogotá aus startend gelangt man in eine bewaldete Gegend mit vielen Kiefern und anderen Baumarten sowie Sträuchern, die den Eindruck erwecken, fern von jeglicher Zivilisation zu sein. Dort bahnt sich ein kleines magisches Dorf voller Legenden und Häuser seinen Weg und man wähnt sich als einstiger Siedler, und ist berauscht von der Schönheit der Landschaft.
Der Legende nach schwamm auf dem Wasser der Lagune von Guatavita das Muisca-Floß, und dort entstand die Legende des El Dorado.
In Guatavita ruht das Geheimnis vom El Dorado. Der Legende nach bedeckte der Nachfolger eines Häuptlings seinen Körper mit Goldstaub und fuhr mit einem goldenen Floß bis in die Mitte der Lagune. Dort warf er Gegenstände aus reinem Gold als Opfergaben für die Götter ins Wasser und sprang anschließend selbst in die kalten Fluten. Das war dann der Beginn der Regierungszeit eines neuen Häuptlings.
Das kleine Dorf, eine moderne, im Kolonialstil gebaute Nachbildung des ehemaligen Guatavita, ist voll von kleinen, weiß getünchten Häusern mit Dachziegeln aus Lehm, die mit dem Grün der Lagune verschmelzen, während das einstige Dorf im Untergrund des heutigen Stausees von Tominé schlummert. Auf dem Hauptplatz verkaufen freundliche Frauen bunte Süßspeisen aus Früchten, Milch und Brot.
Embalse de Tominé, donde la antigua Guatavita está sumergida / Fot: Usuario de Flickr Wladimir Valdes.
Einst lag Guatavita dort, wo sich jetzt der Stausee von Tominé ausbreitet. Er wurde angelegt, um Bogotá und die angrenzenden Orten mit Strom zu versorgen. Zu seinen Hauptattraktionen gehören Bootsausflüge bis zur Insel in der Mitte des Sees oder die Ausübung von Wassersportarten wie zum Beispiel Kajakfahren. In den Fluten des Stausees versunken liegt verschlafen das ehemalige Guatavita, mit seinen einst weiß getünchten und heute von smaragdgrünem Moos und Schimmel bedeckten Häuschen.
In Tominé kann man Wanderungen rund um den Stausee unternehmen, auf dem Rücken kolumbianischer Rassepferde ausreiten oder auch die Nacht im Campingzelt verbringen. Und da diese Gegend von vielen Mythen und Legenden umwoben ist, was liegt da näher als das Museum für indigene Kultur zu besuchen und die Kultur zu entdecken, die in einem Großteil des Departamentos von Cundinamarca dominierend war.
Einer der besten Orte, um zu campen, die regionaltypische Gastronomie kennen zu lernen und sich dem Wassersport hinzugeben, ist der Stausee von El Neusa, der 80 km oder ca. anderthalb Stunden Fahrzeit in Richtung Norden von Bogotá entfernt liegt. Das Klima ist sehr frisch und an wolkenlosen, sonnigen Tagen spiegelt sich der Himmel in seinem tiefgrünen Wasser.
Cundinamarca: Lagunen, Legenden und magische Dörfer.
Aufgrund seiner Lage auf einer Höhe von 3.000 M.ü.d.M. beträgt die Durchschnittstemperatur 10°C und an den kältesten Tagen kann sie bis auf 3°C Minus absinken, weshalb man unbedingt ein warmes Kleidungsstück dabei haben sollte. Die beste Zeit, um den Stausee zu besuchen, ist der Januar, da dieser Monat in die so genannte Trockenzeit fällt und i.d.R. mehr sonnige Tage als sonst aufweist. El Neusa ist ideal für Bootsausflüge, Angeln von Forellen und Wandern.
Im Naturpark Chingaza befand sich einst das Zeremonielle Zentrum des Muisca-Volkes. Heutzutage ist es ein Nationalpark und als Páramo Heimat von Frailejones, den für diese Hochebene typischen, gelb blühenden Pflanzen und vom Aussterben bedrohten Tierarten wie den Brillenbär, dem Puma und dem majestätischen Anden-Kondor. Wenn man den Blick über die Landschaft schweifen lässt, hat es den Anschein, als ob sie aus einer historischen Erzählung stamme, in der die magischen Orte zum Schauplatz werden und eine wundersame Lagune in ihrer Mitte schlummert.
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