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Mit der Bezeichnung Kaffee-Dreieck oder auch Kaffee-Achse meint man die Region, die sich im Zentrum Kolumbiens einbettet und in der sich um den milden und köstlichen Kaffee herum eine regelrechte Kultur gebildet hat, die das gesamte Wissen um die Bohne an den Touristen weitergibt und viele touristische Aktivitäten anbietet, bei der die Kaffeetradition und ihre Hauptdarsteller ständig präsent sind.
In dieser Region liegen drei Departamentos: Caldas, Quindío und Risaralda, die über ein gut ausgebautes Straßennetz miteinander verbunden sind und nicht weit voneinander entfernt liegen. Sie können den Touristen sogar verwirren, denn sie verschmelzen zu einem einheitlichen Landschaftsbild, sich sehr ähnelnden Dörfern, die den selben Stil aus Zeit der Kolonisierung aufweisen und eine Einheit bilden bezüglich der Farben, der menschlichen Wärme und dem unverwechselbaren, köstlichen Aroma des kolumbianischen Kaffees, auf dem man überall in diesem Landstrich trifft.
Die Departamentos, die das Kaffee-Dreieck ausmachen, sind Caldas, Quindío und Risaralda.Die Routen durch das Kaffee-Dreieck bieten mehrere Alternativen, um die Gegend kennen zu lernen, sei es, man startet von den jeweiligen Hauptstädten aus oder von den nahe gelegenen Dörfern. Man kommt aufgrund der kurzen Stecken schnell überall hin und der Tag vergeht wie im Flug durch dieses wunderbar angenehme Gefühl, sich mit der Landschaft, mit den stolzen Kaffee-Haziendas und den von blau-grüner, frischer Vegetation üppig bedeckten Bergen verschmelzen zu können. Sie wirkt so perfekt in ihren Formen und Farben, dass man meint, es gäbe hier geschickte Gärtner, die sie pflegen.
Klar könnte man die Gegend lediglich kurz durchlaufen, zu empfehlen ist aber eher, an den verschiedenen interessanten Orten zu verweilen und die Kaffeeregion an eigener Haut zu erleben. Dies beinhaltet beeindruckende Natur-Reservate, Abenteuersport, köstliche Gastronomie, thematische Parks, freundliche, warme und aufgeschlossene Menschen und als Krönung eine Kostprobe der besten Kaffees der Welt.
Eine Art und Weise, um den Besucher, der zum ersten Mal in die Gegend kommt, oder denjenigen, der die schönen Momente seiner letzten Reise wiederholen möchte, zu orientieren, wäre, sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Dreieck vorzustellen und es auf der Karte zu skizzieren, um die Ziele zu bestimmen und in diesem Sinne das Gebiet zu durchqueren.
Ausgangspunkt könnte z.B. die Gemeinde von Calarcá im Departamento von Quindío sein, in der man regen Handel spürt. Zu den Attraktionen dort gehören die bunten und gut instand gehaltenen Willys-Jeeps, die emblematischen Überlandfahrzeuge dieser Region, der interessante Botanische Garten und das Schmetterlings-Vivarium von Quindío, auf dessen Pfaden man die regionaltypische Flora und dutzende von täglich umherflatternden Schmetterlingsarten aufspüren kann.
Von dort aus folgt die Stadt Armenia, die sog. Stadt des Wunders und Hauptstadt des Departamento von Quindío. Hier kann man schön spazieren gehen, vom Bolívar-Platz über die Carrera 14 zum Parque de la Vida (Park des Lebens), den ehemaligen Bahnhof der Eisenbahnstrecke und das Quimbaya-Museum besuchen, auf jeden Fall aber eine Pause einlegen, um einen Tinto, den schwarzen Kaffee oder einen Pintadito, mit einem Schuss Milch zu genießen. Es gibt verschiedene Orte, wo man altertümliche, moderne, bis hin zu exotischen Maschinen für die Kaffeezubereitung findet.
Von Armenia geht es weiter nach Salento, einer Gemeinde des Departamento von Quindío, mit farbenfroher und fröhlicher Architektur aus den Zeiten der Besiedlung durch die Antioqueños, wie die Bewohner des angrenzenden Departamento von Antioquia, genannt werden. Von hier aus hat man auch Zugang zum Staatlichen Naturpark Los Nevados vom Cocora-Tal aus, wo sich die Wälder der Wachspalme, dem Nationalbaum, befinden. Diese Palme ist die einzige ihrer Art, die in kalter Klimazone gedeiht.
Zwischen Salento und Filandia führt eine kurvige, aber gut ausgebaute Straße, die sich ihren Weg durch die Baum-Reservate Bremen und Barbas bahnt. In Filandia gibt es mehrere historische Häuser zum Kennen lernen und einen eindrucksvollen Aussichtsturm aus Mangrovenholz, von dem man einen weiten Panoramablick auf die nahe gelegenen Gemeinden und die Stadt von Pereira hat, die unser nächstes Reiseziel sein wird.
Die Hauptstadt des Departamento von Risaralda taucht nach einer sinnbildlichen Mautstelle ganz aus Bambus auf der sog. Autobahn des Kaffees auf. Ein Stadt, die eine bedeutende Entwicklung in den letzten Jahren erfahren hat, mit einem modernen Massentransportsystem und hoch interessante Orten wie den Bolívar-Platz, auf dem das Denkmal des nackten Befreiers Aufsehen erregt und die Kirche Unsere Liebe Frau der Armut zu einem Besuch einlädt.
Das Departamento von Risaralda bietet Schauplätze, bei denen der ökologische Reichtum mit der Arbeit und Kreativität seiner Bewohner harmoniert:
In Pereira befinden sich der Zoologische Garten Matecaña, der Botanische Garten der Technischen Universität, der Viadukt César Gaviria Trujillo, wichtige Einkaufszentren und der öffentliche Platz Ciudad Victoria. In ihrer Umgebung trifft man auf anmutige Schauplätze wie die Kaffee-Haciendas, wenn man in Richtung der Gemeinde Marsella fährt, weiterhin die Landgüter auf dem Weg nach Cerrito und in der Gemeinde von La Cauca überquert man den mächtigen Cauca-Strom.
Von Marsella aus kommt man zur Gemeinde Chinchiná, die sich bereits im Departamento von Caldas befindet. Sie ist eine der wichtigsten Orte für Kaffeeanbau, weshalb sich dort auch das Kaffee-Forschungszentrum befindet. Dann trifft man auf das Dorf Villamaría, auf der Route zum Bergriesen Nevado del Ruíz, den wichtigsten der Gipfel, die den Naturpark Los Nevados bilden.
Die Route des Kaffee-Dreiecks geht weiter nach Manizales, der Hauptstadt des Departamentos von Caldas. Hervorzuhebende Merkmale dieser Stadt sind ihre sehr steilen Straßen, ihr jährlich stattfindendes Volksfest, das zu den berühmtesten in Amerika gehört und die spielerischen Theateraufführungen. Heiße Besuchertipps sind ihre beeindruckende Kathedrale am Bolívar-Platz, die ehemalige Seilbahnstation und der Ökopark Los Yarumos.
Wenn man sich nun in Richtung Norden der Region von Caldas begibt, kommt man nach Neira und Salamina. Das erste Dorf weist einen nostalgisch wirkenden Baustil auf, bei dem Guadua, die typische Bambusart des Landes, verwendet wurde. Das zweite, eine Überraschung direkt auf einem Berg gelegen, duftet nach Kaffee und bietet Landschaften zum Gleitschirmfliegen.
Um wieder ins Departamento von Quindío zurückzukehren und damit die Rundfahrt abzuschließen, gibt es mehrere Alternativen, die an weiteren wunderbaren Plätzen vorbeiführen. Man kann aber auch über die bereits besuchten Orte zurück kehren, denn von Pereira aus gibt es einen Weg, um in das Departamento von Quindío zu kommen, wo sich hoch interessante thematische Parks befinden: Panaca, der Landwirtschaftspark in der Gemeinde von Quimbaya und der Kaffee-Nationalpark in Montenegro: Phantastische Schauplätze, die mit Natur, Aktivitäten und Spielen dieses schöne, grüne und fruchtbare Stück Land repräsentieren.
Während der Besucher die Region durchfährt, trifft er auf zahlreiche Aktivitäten und Attraktionen, die zum Erleben und Kennen lernen einladen: Flüsse für Rafting und Floßfahrten, Wälder für Canoping und Hochseilgärten, ökologische Wege zum Wandern und Mountainbike fahren.
Das Kaffee-Dreieck ist eine fabelhafte Verschmelzung dreier Departamentos von Kolumbien, in dem die eigene Natur dafür sorgt, ihnen gemeinsame Schätze großzügig zur Verfügung zu stellen: Flüsse, Berge mit schneebedeckten Gipfeln, Lagunen, Bambuswälder und Landschaften, in denen das ganze Jahr über der Kaffee sprießt.
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