Nuquí zu besuchen bedeutet, ein Paradies kennen zu lernen, mit riesigen, urwaldumsäumten Stränden, wo die Wale tanzen und bunte Korallen leben.
Melissa Trouve
aus Frankreich

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Schon bei der Ankunft in Nuquí, spürt man, dass die Bewohner im ständigen Kontakt mit der Natur und damit sehr umweltfreundlich leben. Dieses Reiseziel am kolumbianischen Pazifik wird wie ein vom Urwald eingeschlossener Schatz behütet und das Kreischen der Tiere, das Rauschen der Wellen und das Flüstern der sich im Wind wiegenden Blätter sind sein Geschenk.
Dies ist ein Stückchen Erde der Ruhe und Stille, die dem Namen des angrenzenden Ozeans alle Ehre macht, auch wenn er kräftig an seine Strände brandet und hohe Wellen bildet. Abseits von allem kommt man hier nicht umhin, von der Außenwelt abzuschalten und die Sinne zu schärfen, um die vibrierende Natur hautnah zu spüren und zu erleben.
Angezogen vom Naturkautschuk und seinen Vermarktungsmöglichkeiten machten sich mehrere schwarze Völkergruppen auf und besiedelten die Strände des Departamentos von El Chocó im kolumbianischen Pazifik. Heutzutage sind sie Fischer oder widmen sich dem Tourismus, die Hauptwirtschaftszweige der Region.
Als sie ankamen, trafen sie auf mehrere Eingeborenenstämme der Embera-Kultur. Ihre Siedlungen lagen in den Urwaldzonen und waren weit voneinander entfernt. Währenddessen gruppierten sich die schwarzen Volksstämme zu größeren Gemeinschaften und zählen zu den einwohnerstärksten von El Chocó. Weiterhin kann man hier auch auf Menschen aus anderen Regionen des Landes treffen, z.B. aus Medellín und Cali.
Nuquí gehört zu den interessantesten Gemeinden der kolumbianischen Pazifik-Küste, da sie eben diese zwei Völkergruppen vereint. Zwischen staubigen Straßen und Häusern aus Zink und Holz tummeln sich die Eingeborenen und geben dem Ambiente Leben mit ihren Kunsthandwerksarbeiten aus der Palmenfaser Werregue, der Stein-Nuss Tagua und aus der Kalabassenbaum-Frucht.
Die kräftigen Winde des Pazifischen Ozeans bilden die besten Wellen zum Surfen. Nuquí hat das Privileg, an diesen Küsten zu liegen und somit zu den beliebtesten Reisezielen für die Surfer und Taucher aus der ganzen Welt zu gehören.
An den Stränden von Terquito beispielsweise ist der Wellengang perfekt für Anfänger: Die Wellen sind gleichmäßig und stark genug, damit man sich über sie erheben kann, ohne dass es zur Odyssee werden könnte. Die erfahrenen Surfer können zwischen Orten wie Cabo Corrientes, Pico de Loro, Pela Pela, Juan Tornillo und El Derrumbe wählen, denn hier finden sie die wahre Herausforderung.
Von Juli bis Oktober suchen die Buckelwale und Schildkröten den kolumbianischen Pazifik auf, um sich zu paaren und ihre Jungen zu gebären.
Unter Wasser trifft man auf ein farbenfrohes Leben: Fischbänke, Delphine, Wasserschildkröten und als größte Attraktion die Buckelwale, die von Juli bis Oktober an der kolumbianischen Pazifik-Küste eintreffen. Beim Ausüben von Tiefseetauchen wird empfohlen, sich von einem autorisierten Berufstaucher begleiten zu lassen oder Sie sind im Besitz des PADI-Zertifikates, das Sie befähigt, bei diesen starken Meeresströmungen zu tauchen.
Das Beobachten von Walen und das kontrollierte Fischen im Meer in dieser reichen Meeresfauna gehören zu den zwei attraktivsten Aktivitäten der Touristen. Beim Fischen trifft man auf Meeresbrassen, Fächerfische, Blaue Marlins, verschiedene Thunfischarten, Sägerochen, Barsche und die für die Region typischen Bravos.
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