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Richard Emblin
Die Erinnerungen an seine ersten Reisen nach Kolumbien sind auf den Kindheitsfotos der Familienalben festgehalten, als er mit seinen Eltern von Caracas aus auf der Landstraße nach Kolumbien reiste. Seine Herkunft ist recht ungewöhnlich: Kind eines Briten und einer Kolumbianerin, in Caracas geboren, in Deutschland eine Zeit lang gelebt und britisch- kanadischer Staatsbürger. Von diesen ganzen Ländern hat er in Kolumbien Teil seiner Wurzeln gefunden und es als Land gewählt, um seinen Lebensweg fortzusetzen.
Im Jahr 1990 bekam Richard als Bildreporter und Kriegsberichterstatter die Gelegenheit, für 3 Wochen nach Kolumbien zu kommen. Später, 1991 kehrte er zurück, angeblich für zwei Jahre, aber dann hat er sich hier verliebt. Es wurde geheiratet und heutzutage ist er Leiter und Herausgeber von The City Paper, eine monatliche Zeitung, die auf englisch über das schöne und kulturelle Kolumbien schreibt, von Kolumbien, wie er es zu Genüge kennt, genießt und fühlt.
RE: Ich bin Brite und Kanadier.
RE: Im Jahr 1990, als ich Bildreporter war und für die britische Zeitung Sunday Telegraph arbeitete.
RE: Die Berichterstattung der Präsidentenwahlen von 1990.
RE: Nein. Als Kind bin ich mit meinen Eltern von Venezuela aus auf der Landstraße hierher gereist, aber die Erinnerungen daran sind eher nur auf Bildern festgehalten.
RE: Meine journalistische Tätigkeit ging über 3 Wochen, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, zurückkehren zu müssen.
RE: Ich wollte das Geburtsland meiner Mutter genau kennen lernen und diesen Teil meiner Wurzeln finden.
RE: Außer einigen wenigen Ausnahmen kenne ich das Land wie meine Westentasche. Ich möchte nicht in das Klischee verfallen und die stets genannten Namen aufführen. Es gibt Gegenden, die mich gepackt haben, weil ich die Nähe und Achtung der Menschen gespürt habe und dazu gehören die Einflussgebiete des Atrato-, des mittleren Magdalena- und des Cauca-Flusses bei Caucasia. Mir gefallen die Abenddämmerungen im Caquetá, der Süden von Bolívar, Marsella, Villa de Leyva und auf der Panamericana-Achse zwischen den Departamentos von Valle und Nariño zu fahren.
RE: Ich war Bildreporter und Kriegsberichterstatter. In Kolumbien fing ich als graphischer Herausgeber der Zeitung El Tiempo an und heutzutage bin ich Leiter und Verleger von The City Paper, eine kostenlose Zeitung in englischer Sprache, die positiv über Kolumbien schreibt und sich an ausländische Touristen und Englisch sprechende Einwohner richtet.
RE: Weil Kolumbien artenreich ist und einen kulturellen Reichtum von Hunderten von Jahren aufweist. Es ist beeindruckend, aber man findet Ausländer sogar in abgelegenen Dörfern. Wichtig ist auch die schriftliche Vermittlung der Information. Die Ausländer kommen dann, wenn man ihnen Gutes über Kolumbien berichtet.
RE: Nein. Absolut nicht.
RE: Den Norden derGuajira, das Orinoco-Gebiet im Departamento Guainía, denVaupés und den tiefen Llano. Auch wenn ich bereits einen Teil von Meta und Caquetá kenne. Dort scheinen die Geräusche der Natur einen Verstärker zu haben und die Viecher größer zu wirken.
RE: Es wird viel geboten. Kolumbien ist ein Land von Gemeinschaften. Ich empfehle die Karibik, weil sie stark promoviert wird, aber auch das Landesinnere, das Bergland des Kaffee-Dreiecks,Orte wie Guane, Barichara und Villa de Leyva. Den jungen Leuten empfehle ich die Gegenden, in denen man Abenteuersportarten ausüben kann, wie z.B. Rafting in San Gil. Aber das Interessante an Kolumbien an sich sind seine Menschen. Sie sind das besondere.
RE: Absolut. Cartagena, Medellín, Bogotá sind Städte auf Weltniveau.Die Infrastruktur und die Dienstleistungen haben sich verbessert, auch wenn es etwas an Ausbildung mangelt. Was die Menschen suchen, ist Sicherheit und Aufmerksamkeit. Und dies wird hier garantiert. Es gibt ursprüngliche Gegenden, wo das große Hotel nicht nötig ist und man trotzdem von Weltniveau sprechen kann.
RE: Klar. Ich finde, dass sie gut anspricht.
RE: Absolut. Ich befürworte die Kampagne, da sie zum Erfolg führt.
RE: Mehr als verliebt zu sein, spüre ich eher eine Verantwortung für Kolumbien. Es ist ein Land, das großzügig mit mir gewesen ist. Auch wenn ich kein kolumbianischer Staatsbürger bin, fühle ich mich wie ein Kolumbianer: „Es ist nicht alles perfekt im Paradies …”.
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