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Die Eroberung und Kolonisierung hat komplexe Gemeinschaften und Kulturen hinterlassen und nehmen uns mit ihrem Wissen aus der Vorzeit gefangen.

Hamilton Mego

aus Peru

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Die Geschichte Kolumbiens

Im Archäologischen Park von San Agustín

Im Archäologischen Park von San Agustín /Fot. mario_carvajal

Archäologie und Geschichte

Kolumbien geht auf eine tausendjährige Geschichte zurück, bevor es von den Spaniern erobert wurde und an verschiedenen Orten ist das Zeugnis der Vergangenheit der Ureinwohner noch lebendig. In San Agustín, im Departamento von Huila, sind monolithische Steinfiguren, die Götter und Krieger darstellen, erhalten geblieben. In der Gegend von Tierradentro im Departamento von Cauca kann der Besucher unterirdische Bauten, die aus Begräbniskomplexen mit unterirdischen Kammern bestehen, besichtigen.

Vom Naturpark Parque Tayrona, der an der Karibikküste gelegen ist, kann man über einen steingepflasterten Weg bis hoch zu den Ruinen von El Pueblito, eine vom Tayrona-Volk gebauten Stadt aus Stein, laufen. Diese hoch entwickelte präkolumbische Kultur kann man als Nachlass des Goldschmiedehandwerks im Goldmuseum von Bogotá und im Museum der Tayrona-Kultur in Santa Marta ausgestellt sehen.

Kolumbien besitzt eine wertvolle, architektonische und kulturelle Vergangenheit, die in vielen Städten und Dörfern erhalten geblieben ist.

Das präkolumbische Kolumbien

Mehr als zwölf Kulturen bewohnten bis zur Eroberung durch die Spanier das heutige kolumbianische Territorium und hinterließen Spuren, die von ihrem hohen Entwicklungsstand zeugen. Städte und steingepflasterte Wege, Statuen, Begräbnisurnen und feine Stücke des Goldschmiedehandwerks und der Töpferkunst sind Teil des Kulturerbes, das uns heute erlaubt, ihre Lebensform und Glaubenseinstellung kennen zu lernen.

Der Muisca-Volksstamm besiedelte die Hochebene der heutigen Departamentos Cundinamarca und Boyacá und widmete sich der Landwirtschaft. Sie waren ausgezeichnete Goldschmiede und Töpfer und hinterließen uns Schätze von unvorstellbarem Wert. Der Mythos vom El Dorado, der zur Eroberung dieses Teil des Kontinents verführt hat, hatte seinen Ursprung im Zeremoniell zur Wahl des neuen Häuptlings, der mit Gold bedeckt, sich in Begleitung seiner Priester auf einem Floß bis in die Mitte der Lagune von Guatavita begab und dort versenkt wurde.

Die Kulturen der Quimbaya, Sinú, Tayrona und Calima erwiesen sich ebenfalls als Meister der Töpferkunst und des Goldschmiedehandwerks. Ausgestellt werden die beeindruckenden Kunstwerke im Goldmuseum der kolumbianischen Zentralbank, im Archäologischen Museum Casa del Marqués de San Jorge und im Landesmuseum in Bogotá, im Museum der Quimbaya-Kultur in Armenia, im Museum der Tayrona-Kultur in Santa Marta sowie im Museum der Sinú-Kultur von Cartagena. In besonderen Galerien kann man Nachbildungen erwerben, die mit den gleichen Techniken, die die Ureinwohner verwendeten, hergestellt werden.

Das koloniale, Kolumbien.

Das koloniale Kolumbien. /Fot. trevino

Das koloniale Kolumbien

In den Dreißiger Jahren des 16. Jahrhunderts begann die Gründung von Städten. Die Eroberer teilten das Land unter sich auf, organisierten den Abbau von Salz-, Gold- und Smaragdminen und setzen den christlichen Glauben durch. Mit der Ankunft der Spanier und der Afrikaner, die als Sklaven gebracht wurden, festigte sich die Rassenmischung.

Wenige Stunden von Cartagena de Indias entfernt liegt Mompox, ein Hafen am Magdalena-Fluss, der sich zu einem Handelszentrum und einer herrschaftlichen Kleinstadt entwickelt hat. Zu ihrer Architektur gehören besondere Bauwerke wie die Kirche Santa Bárbara und das Gymnasium Pinillos.

Die Hauptstadt des Vizekönigreichs wurde im Bereich des heutigen Bogotá gegründet und war Sitz der spanischen Regierung und der hohen kirchlichen Hierarchie. Im Stadtviertel La Candelaria und seiner Umgebung gibt es Herrenhäuser und Kirchen, die mit ihren Schätzen erhalten geblieben sind. Viele dieser Bauwerke wurden in Museen verwandelt, in denen man Kunst und Kultur unserer Vorfahren veranschaulicht bekommt.

In Popayán und Tunja gibt es koloniale Stadtviertel, die das Flair dieser Epoche bewahren. In ihren Kirchen und den barocken, vergoldeten Altarbildern, sowie ihren engen Gassen, ruhigen Plätzen und Herrschaftshäusern meint man, die Zeit sei stehen geblieben.

Über ganz Kolumbien verteilt findet man Dörfer und Städte, die unschätzbare architektonische Bauwerke erhalten haben.

Die strategisch günstige Lage von Cartagena de Indias, die zu den Hauptsklavenmärkten Südamerikas gehörte, machte sie zur begehrten Stadt für die englischen Korsaren, die ständig versuchten, sie einzunehmen. Es wurden Festungen gebaut, die sie zur bestgeschützten Hafenstadt Amerikas machten. Im Inneren der Stadtmauern ist das historische Zentrum erhalten geblieben, mit bedeutenden, weltlichen und kirchlichen Bauten, die sie zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt.

Honda war als Zwischenstation bei der Personen- und Frachtbeförderung auf dem Weg nach Bogotá von großer Bedeutung in der Kolonialzeit und bis zum 19. Jahrhundert. Noch heute ist ihre wunderschöne Architektur mit ihren steilen Gassen erhalten.

Im gesamten kolumbianischen Gebiet gibt es Dörfer und Städte, die an die Gründungen der Kolonialzeit erinnern und ihre unschätzbaren, architektonischen Werte erhalten haben: Pamplona in Nordsantander, Girón und Barichara in Santander, Villa de Leyva in Boyacá und Santa Fe de Antioquia in der Nähe von Medellín. In den Orten, die Schauplätze der Befreiungsbewegung von Spanien waren, findet man Reliquien, die dem Unabhängigkeitskampf gedenken.

Die Rassenmischung hat zu kulturellen Ausdrucksformen auf den Gebieten der Musik, der bildenden Künste und der Literatur beigetragen und Schriftsteller und Künstler

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